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Samstag, 15.12.2018

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Ab auf den Bauernhof: Projektwoche im Nürnberger Land

Schüler werden bei "Sommer.Erlebnis.Bauernhof" an Landwirtschaft herangeführt - 01.07.2018 17:57 Uhr

Die Zicklein wollten einige Schüler gleich mit nach Hause nehmen. © S. Fuchs


Zum Auftakt im Nürnberger Land besuchte eine dritte Klasse der Grundschule Vorra den "Fischbeckhof" im Ort, einen von Margit und Erwin Leimberger geführten Bio-Betrieb.

Auch wenn sie in der ländlichen Umgebung des Pegnitztals leben, es gibt nicht mehr viele Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, die wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen, wie sie gemacht werden und welche Rolle die Landwirtschaft dabei spielt. Die rund zwei Dutzend überaus neugierigen und teils doch etwas ob der ungewohnten Umgebung aufgeregten Schüler waren schon am Morgen von der zertifizierten Erlebnisbäuerin Margit Leimberger empfangen worden.

Los ging’s mit dem Melken der Kühe, dem Füttern der Schweine und Ziegen und der Suche nach den frisch gelegten Hühnereiern. Auf einem kleinen Schautisch wurden Getreidesorten und Kräuter gezeigt und auf die nahe Kartoffelernte hingewiesen.

Vom Freistaat gefördert

Leitender Landwirtschaftsdirektor Werner Wolf und seine Kolleginnen Christine Assenbaum und Heike Thieler-Graafmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth und Fürth erläuterten den geladenen Gästen, unter ihnen Bürgermeister Volker Herzog und Rektorin Renate Scharrer, das vom Freistaat geförderte kostenlose Programm.

Wolf und Landrat Armin Kroder zeigten sich beim Rundgang äußerst sach- und fachkundig, sind beide doch selbst auf einem Bauernhof groß geworden. Letzterer betonte gegenüber den Kindern, dass man sich das, was man angeschaut und erlebt habe, wesentlich besser merken könne. Der Fischbeckhof mit Kühen, Schweinen, Esel, Ziegen, Hasen, Enten und Hühnern sei bestens geeignet, die "Vielfalt" an Tieren, die es längst nicht mehr auf allen Höfen gebe, noch hautnah in freier Natur erleben zu dürfen.

Hof statt Schule

Auf die Frage, ob sie den Vormittag lieber auf dem Hof statt in der Schule verbringen wollten, gab es ein einstimmiges "Ja" von den Kindern. Und bei der Frage, was besonders gefallen würde, ein sehr lautes "Alles". Bezeichnend, dass von ihnen allen nur noch ein Bub auf einem Bauernhof aufwächst, nämlich in Raitenberg. Nachdem auch noch der Begriff und die Herkunft vom "Schäufele" geklärt waren, ging es zu einem vorbereiteten, leckeren Frühstück, natürlich mit Lebensmitteln vom Biohof.

Insgesamt machen im Nürnberger Land sechs Betriebe mit unterschiedlichen Themen und Lernprogrammen mit: Lehmeier in Rüblanden, Gottschalk in Oberferrieden, Schmererhof in Lauf, Koulersbauer in Frohnhof bei Schnaittach und der Fischerhof in Leinburg. Mittelfrankenweit wird das Programm von der Projektstelle "Dialog mit der Gesellschaft" im AELF Fürth betreut, Ansprechpartnerin: Heike Thieler-Graafmann (E-Mail: Heike.Thieler-Graafmann@aelf-fu.bayern.de).

Auskünfte über die teilnehmenden Bauernhöfe, deren Themenangebote und die Teilnahme- und Anmeldemöglichkeiten finden Lehrkräfte im Internet unter 
erlebnis-bauernhof.bayern.de

Siegfried Fuchs

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