Mittwoch, 14.11.2018

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Dauerbeschallung in Hohenstadt: Bürger aufgebracht

Anwohner schreiben Protestbriefe an Behörden - "Franken Fernsehen" berichtet - 13.06.2018 16:50 Uhr

Ein Team von Franken Fernsehen war bereits in Hohenstadt vor Ort und interviewte die Betroffenen zu den Signaltönen an den neu gemachten Bahnübergängen. Hier im Bild Susi Haberstumpf. © Katja Bub


Weil ein erneuter Termin mit einem Vertreter der Bahn ohne Ergebnis blieb, verschicken die Hohenstädter nun weitere Protestbriefe und haben zudem das Fernsehen eingeschaltet. Auch Bürgermeister Jörg Fritsch stellt sich auf die Seite der Betroffenen: "Ich werde euch unterstützen und den politischen Weg mit euch gehen."

Die bayerische Verkehrsministerin Ilse Aigner, Roland Pofalla und Richard Lutz vom Vorstand der Deutschen Bahn AG, Landrat Armin Kroder – sie alle haben ein Schreiben von den aufgebrachten Hohenstädtern erhalten. Darin klagen die Bürger, dass der Ort durch die Signaltöne dauerbeschallt werde, dies auf Kosten der Lebensqualität gehe und obendrein auch zu einer Wertminderung ihres Wohneigentums führe.

Beitrag am Mittwochabend auf Franken Fernsehen

Auch mehrere Fernsehsender haben die Bürger um Erich Pemsel verständigt und um Hilfe gebeten. Das Team von Franken Fernsehen war bereits vor Ort und interviewte die Betroffenen. Der Beitrag ist nach Senderangaben am Mittwoch um 18 Uhr in "Guten Abend Franken" zu sehen sowie in der Mediathek auf frankenfernsehen.tv zu finden.

Immer wieder verweisen die Hohenstädter auch auf Assmannshausen, einen Stadtteil von Rüdesheim. Dort wehrten sich 2015 die Einwohner erfolgreich gegen die Signaltöne an ihrem Bahnübergang. Das Warnsignal ist dort zwar nicht gänzlich verschwunden, aber die Bahn habe die Lautstärke zurückgedreht.

170 Züge am Tag

Die Hohenstädter wollen den Signalton am liebsten komplett wieder los werden. Im Garten könnten sie nicht mehr in Ruhe sitzen, nachts nicht mehr bei offenem Fenster schlafen, so die genervten Bürger. Da nützten selbst Schallschutzfenster und Ohrstöpsel nichts – wie auch, bei über 170 Zügen am Tag. Ob sich demnächst auch in Eschenbach Protest regt, wird sich zeigen. Dort ist der Bahnübergang seit Freitag wieder in Betrieb – inklusive Warnsignal.

Laut Auskunft der Bahn ist der Signalton in erster Linie dafür da, Passanten, die den Bahnübergang zu Fuß überqueren wollen, vor einem herannahenden Zug zu warnen – zusätzlich zur sich senkenden Schranke und der Lichtanlage. Ein Aufwand, der laut Erich Pemsel aber überhaupt gar nicht nötig wäre, könnten doch die Passanten einfach die nur wenige Meter entfernte Fußgängerunterführung nehmen. 

Katja Bub

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