Freitag, 16.11.2018

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Erschließung des Baugebiets wird vorangetrieben

Pläne sollen schneller verwirklicht werden - 17.01.2011 18:58 Uhr

Auf dem Lageplan ist gut zu erkennen, wie die neue Straße im Baugebiet Hanau in Aspertshofen verlaufen soll und wo entlang „Straße B, C und D“ noch freie Grundstücke (hellere Flächen) zu finden sind. © Privat


Pläne für diesen zweiten Bauabschnitt gibt es schon seit Langem. Ingenieur Werner Pongratz stellte sie noch einmal den Gemeinderäten vor. So soll wie beim ersten Bauabschnitt eine etwa 200 Meter lange Straße mit gepflastertem Mehrzweckstreifen zu den noch freien acht Parzellen mit einer Grundstücksgröße von 500 bis 700 Quadratmetern führen. Das Kanalsystem, getrennt für Schmutz- und Regenwasser, soll im Straßenbereich verlegt werden.Gemeinderat Erich Pörner (Wählergemeinschaft) und Helmut Knodt (CSU) wiesen darauf hin, dass es besser wäre, die Deckschicht nicht sofort mit aufzubringen. Baufahrzeuge könnten diese im Nachhinein erheblich beschädigen. Bürgermeister Peter Stief sprach sich aber dafür aus, die Straße gleich komplett fertigzustellen und die entsprechenden Anschlüsse gleich mit reinzulegen. Der Gemeinderat stimmte geschlossen dafür, dass das Ingenieurbüro Pongratz so schnell wie möglich eine entsprechende öffentliche Ausschreibung erstellen solle. Für das Haushaltsjahr 2009 stellte der Gemeinderat die Jahresrechnung fest und beschloss die Entlastung.

So waren ursprünglich bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt 2,498 Millionen Euro vorgesehen. Tatsächlich waren es nur 2,465 Millionen Euro. Die Differenz ergab sich daraus, dass die Einkommensteuerbeteiligung niedriger ausfiel. Beim Vermögenshaushalt war man von einem Volumen von 2,61 Millionen Euro ausgegangen. Tatsächlich fielen nur 817.000 Euro an. Die Ausgaben waren für den Ausbau der Ortsverbindungsstraße Aspertshofen-Stöppach geplant. Doch sie fielen in 2009 nicht an. Wie berichtet, konnte mit dem Bau der Straße erst im Herbst 2010 begonnen werden. Stief merkte in diesem Zusammenhang an, dass der entsprechende Förderbescheid gerade noch rechtzeitig am 6. Dezember vergangenen Jahres eintraf.

Rund 236.000 Kilowattstunden Strom verbraucht die Gemeinde im Jahr. Derzeit läuft ein Vertrag mit dem Energieversorger N-Ergie über 7,5 Cent/Kilowattstunde plus Steuern. Neue Verhandlungen haben für die Jahre 2012 bis 2014 den Tarif Kommune Plus mit 6,9 Cent ergeben. 7,25 Cent wären für Ökostrom fällig. Da die Gemeinde aufgrund ihrer angespannten finanziellen Lage buchstäblich auf jeden Cent schauen muss, einigte sich der Gemeinderat darauf, den konventionellen Strom für 6,9 Cent zu beziehen.

Neuer Datenschutzbeauftragter

Einstimmig votierte das Gremium auch dafür, einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten für die Gemeinden des Landkreises Nürnberger Land zu bestellen. Bereits seit 2001 gibt es ein entsprechendes Gesetz, das die Gemeinden dazu verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu ernennen. Da dies in der Praxis bisher nicht überall umgesetzt werden konnte, ist eine gemeinsame Lösung von Vorteil. Am Landratsamt in Lauf soll eine gemeindliche Datenschutzbeauftragte bestellt und organisatorisch zunächst bei der Kommunalaufsicht angesiedelt sein. Die dafür anfallenden Kosten sollen nach den Einwohnerzahlen auf die Gemeinden umgelegt werden. Für die Gemeinde Kirchensittenbach liegen sie etwa im Bereich zwischen 350 bis 630 Euro jährlich.

Den Zuschussantrag der Bergwacht Frankenjura für ein Einsatzfahrzeug lehnte der Gemeinderat einstimmig ab. Die Gemeinde habe sich in jüngster Zeit bereits an anderen Maßnahmen der Bergwacht beteiligt, machte Bürgermeister Stief deutlich und verwies abermals auf die Finanzknappheit der Gemeinde. Erfreuliches gibt es von der Freiwilligen Feuerwehr Kirchensittenbach zu berichten. Das neue Löschfahrzeug ist kurz vor Weihnachten eingetroffen und ist ab sofort einsatzbereit.

  

Elke Bodendörfer

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