Donnerstag, 17.01.2019

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Farbe Blau soll Wildunfälle um Hersbruck vermeiden

Neue Reflektoren der Jagdpächter sollen Verkehrssicherheit erhöhen - 05.09.2014 11:00 Uhr

Gerade im Herbst ist die Gefahr eines Wildunfalles sehr hoch. Um die so weit wie möglich einzudämmen, haben Jäger nun auf bestimmten Strecken im Landkreis blaue Reflektoren an die Straßenleitpfosten montiert. Das Licht schreckt das Wild ab. © oh


"Mit diesen Halbkreisreflektoren kann das Wild gehindert werden, die Straße zu überqueren." Der Grund: Der Halbkreis simuliert eine Bewegung, wenn das Auto daran vorbei fährt - das alleine schreckt das Wild schon ab.

Und: Für Rehwild bedeutet die Farbe blau eindeutig Gefahr. Wildtiere können nur grüne und blaue Farbtöne sehen, blaue aber bis in den UV-Bereich. Rot und orange dagegen entfallen, sie werden nur als Grün-Abstufungen von den Tieren wahrgenommen. Deshalb tragen Jäger auch rotleuchtende Warnkleidung im Wald. Was für Menschen wie ein Signal wirkt, verschmilzt für das Reh mit dem Hintergrund.

Regelrechte Schreckfarbe

Dagegen ist Blau eine regelrechte Schreckfarbe, sie wird, da sie in der Natur praktisch nicht vorkommt, sofort als fremd und daher potenziell gefährlich empfunden. Dieses Wissen machen sich die Jäger jetzt zunutze.

Zaus und seine Kollegen haben gemeinschaftlich agiert: Sie kauften die Reflektoren und montierten sie an die Straßenpfosten. Mittlerweile haben sich viele Jagdpächter im Nürnberger Land entschlossen, es Zaus und seinen Kollegen nachzutun, da auch sie von der abschreckenden Wirkung der blauen Lichter überzeugt sind.

"Die Verkehrssicherheit wird so erhöht. Und auch der Tierschutz gehört selbstverständlich zu unseren Aufgaben", so Zaus. Und wenn es doch zu einem Unfall mit einem Wildtier gekommen ist und das verletzte Tier flüchtet: "Rufen Sie bitte die Polizei und geben Sie dort den genauen Unfallort an. Die Beamten alarmieren die Jagdpächter, damit die das verletzte Tier erlösen können." 

Susanne Will

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