Dienstag, 11.12.2018

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Hutanger-Weideflächen werden "aufgeräumt"

Areale bei Hersbruck und Engelthal sind die Schatzkästchen der Region - 10.12.2013 17:54 Uhr

Hier stehen die Forstleute Harald Gebhard, Michael Ludwig (orangefarbene Jacke) und Bernhard Schönmüller (helle Hose) in heimatlichen Hutanger. © J. Ruppert


Ein- bis zweimal im Jahr kommt ein Schäfer vorbei. Dessen Vierbeiner beweiden den Bereich unter den Bäumen und lassen so kein Unterholz nachwachsen. Beim Hutanger oberhalb des Engelthaler Gemeindeteils Peuerling erobert der angrenzende Wald das früher einmal kultivierte Terrain zurück, beschreibt Gebhard.

Im Hintergrund sind die großen Eichen nur mehr schemenhaft zu erkennen. Denn Hainbuchen sind emporgeschossen und ragen bereits in deren Kronen hinein. So eine Konkurrenz vertragen die alten Bäume nicht. Folge: Sie sterben ab.

Um das zu verhindern, lassen Forstamt und die Bayerischen Staatsforsten den Hutanger mit Schneidgeräten und Motorsäge freimachen, wie die Äste und Stämme im Vordergrund zeigen. Das kostet etwa einen fünfstelligen Betrag, sagt Revierleiter Michael Ludwig. Doch die so wieder hergestellten Lebensräume gelten als Kleinode.

Sie bieten Brutstätten und Nahrungsquellen für Vögel und Insekten. Deshalb wollen die Fachleute die inselartigen Weiden erhalten. Rund 30 Hektar Hutanger befinden sich rund um Hersbruck im Staatsbesitz, schätzt Forstbetriebsleiter Bernhard Schönmüller.

Der heimische Landschaftspflegeverein hilft, Rinder oder Schafe als natürliche Rasenmäher zu finden. Das herumliegende Totholz im Eichenanger ist übrigens kein Zeichen von Unordnung oder gar Verwahrlosung. „Die Faulstellen und hohlen Bäume sind rare ökologische Nischen für zum Beispiel den Eremit-Käfer“, so Harald Gebhard. Foto: J. Ruppert 

hz

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