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Mit Bügeleisen gefoltert: Hinweise nach "Aktenzeichen XY"

Ermittler vermuten Täter aus dem Rotlichtmilieu - 13.07.2017 11:51 Uhr

Unter den Hinweisen, sei bislang keine heiße Spur, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Dennoch erhoffen sich die Beamten durch die Sendung einen Durchbruch. Im Bild: Moderator Rudi Cerne. © Matthias Balk/dpa


Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte, war darunter auf den ersten Blick aber keine heiße Spur. Die Angaben aus dem ganzen Bundesgebiet müssten nun genauer ausgewertet werden.

Anfang Oktober 2016 hatten zwei maskierte Täter nachts einen 69-jährigen, alleinstehenden Bäckermeister überfallen. Sie raubten mehrere Tausend Euro aus seiner Backstube und folterten den Mann stundenlang mit einem Bügeleisen - um an noch mehr Geld zu kommen. 14 Prozent der Hautoberfläche des Mannes wurde verbrannt, er schwebte zeitweise in Lebensgefahr und musste mehrfach operiert werden.

Herbert Lochner von der Kripo Schwabach sagte in der ZDF-Sendung, die Täter hätten das Bügeleisen extra mitgebracht. Er sprach von einer "erschreckenden Gefühlskälte", mit der sie vorgingen.

Die Ermittler vermuten, dass die Täter aus dem Nürnberger Rotlicht-Milieu stammen. Denn der Bäckermeister war mit einer Tänzerin von dort befreundet und im Milieu hatte das Gerücht die Runde gemacht, der 69-Jährige sei besonders wohlhabend.

Für Hinweise, die zu den Tätern führen, wurde eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Die Männer sollen 40 bis 50 Jahre alt und schlank gewesen sein und einen osteuropäischen Akzent gesprochen haben. 

dpa

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