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Saisonstart: Im Bikepark Osternohe ging es heiß her

Großer Andrang am Bikerparadies - Furchtlose Sprünge trotz Platzwunde - 27.03.2017 10:10 Uhr

Hervorragender Saisonstart im Bikepark Osternohe: Bei der frühen Eröffnung kamen Biker aus allen Richtungen angereist und genossen das Frühlingswetter. © Udo Schuster


Sogar mit der Bahn reisten Biker aus Regensburg an. Die Regensburger hatten dann von Hedersdorf aus nur noch einen Katzensprung nach Osternohe zu fahren. Auch aus den angrenzenden Bundesländern vergnügten sich die Bikergäste am Schloßberg.

Alle Strecken und Hindernisse wurden instandgesetzt, so steht es aktuell auf der Internetseite des Osternoher Bikeparks. Die Downhill- und die Freeridestrecke wurden im Talbereich massiv überarbeitet, sagt der Geschäftsführer Werner Raum. Der Mini-Slopestyle, im oberen Bereich der Freeride, kann noch nicht befahren werden. Leider sind irgendwelche Verrückten letzte Woche in der aufgeweichten Strecke gefahren und haben diese total ruiniert. Mittlerweile sind die gröbsten Rinnen und Löcher mit dem Bagger geglättet worden, die Strecke muss aber noch mehrmals gerüttelt und verfestigt werden, so Raum weiter.

Hindernisse sollte vor der Talfahrt besichtigt werden

Verschiedene Sprünge müssen jetzt auch etwas anders angefahren werden. Deshalb ist es wichtig, erst einmal etwas vorsichtiger auf den Strecken talwärts zu fahren. Eine vorherige Besichtigung der Hindernisse sollte obligatorisch sein. Am Samstag wurde auch noch ein etwa 350 Meter langes Stück, etwa am Ende des oberen Drittels der Freerideabfahrt, durch die Firmen Mellowpark aus Berlin und Flow Trails aus Roth fertiggestellt.

North Shore Step up, Kurvenwechselsprung, Step down 90 Grad links, Bonerlog Hip, Kurventable, Wallride links herum. All diese Herausforderungen können nun in dem neuen Streckenteil gefahren werden. North-Shore-Trails sind Hindernisparcours für Mountainbiker. Sie sind benannt nach den kanadischen North Shore Mountains im Norden Vancouvers. Ursprünglich dienten sie dazu, den kanadischen Mountainbikern Wege durch die weiten und nicht bewirtschafteten Wälder zu schaffen. Oft werden diese Trails auch dazu genutzt, um hohe Drops zu bauen.

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Nicht alles mit Vollgas fahren

North-Shore Trails werden mit einem Mountain- oder Freeridebike befahren. Sie haben unterschiedliche Breiten und Höhen. Diese Trails sind teilweise sehr schwer zu befahren und benötigen ein hohes fahrerisches Können, da meistens Sprünge und enge Kurven eingebaut sind. Dies betonen auch die Erbauer der Shores, "Man kann nicht alles mit Vollgas fahren. Unsere Trails stellen sehr wohl auch hohe Ansprüche an den Fahrer und man muss sich das Hindernis zwingend vorher ansehen, bevor man sich in den Trail begibt".

Man darf gespannt sein, wie die neuen Trails bei den Bikern ankommen. Michael, Niclas und Max aus Augsburg besuchten zum ersten Mal den Bikepark. Alle drei Jungs äußerten sich sehr positiv über den ihrer Meinung nach gepflegten Bikepark. Obwohl Michael am Vormittag gestürzt ist, weil die Holzelemente bedingt durch den Nachtfrost sehr rutschig waren, wollen die Augsburger in jedem Fall auch wieder kommen.

Furchtlose Sprünge trotz Kopfplatzwunde

Auch Anfänger nutzten das sonnige Wochenendwetter zum Downhillspaß, wie Studentin Melissa aus Regensburg. Sie kam am Samstag mit weiteren drei Freunden, um zu erleben, was der Osternoher Bikepark bietet. Die Anreise erfolgte mit der Bahn, was in dieser Szene doch eher ungewöhnlich ist. Kurz vor 18 Uhr warteten sie dann in Hedersdorf am Bahnsteig auf ihre Rückfahrmöglichkeit.

Melissa fuhr nur die Bluelinestrecke, trotzdem lobte sie den ganzen Parcours als schön gestaltet und technisch anspruchsvoll. Aus Betzenstein kaufte sich der 16-jährige Vincent Schmettke eine Tageskarte. Bedingt durch die Nähe ist er hier seit drei Jahren Stammgast. Er brauste furchtlos über die Downhillstrecke mit den Sprüngen ins Tal.

Sein Kommentar dazu: "Erfahrung macht den Meister, hier gibt es abwechslungsreiche Trails. Da ist für jeden was dabei!". Den kürzesten Anreiseweg hatte Simon Schön aus Poppenhof. Der Schnaittacher Mittelschüler hat erst seit einem Jahr Erfahrung in dieser Sportart. Doch selbst eine Kopfplatzwunde beim Downhillfahren im letzten Jahr konnte den Achtklässler nicht davon abhalten, die Sprünge im Freeride zu absolvieren. 

Udo Schuster

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