Donnerstag, 15.11.2018

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Stadtrat Hersbruck: Saunapark bleibt ein Magnet

Therme bleibt dennoch Sorgenkind - Grüne Energie bekommt großen Stellenwert - 19.07.2018 14:09 Uhr

Der Saunapark in der Hersbrucker Fackelmann Therme (mit stellvertretender Betriebsleiterin Stefanie Grucza) erfreut sich weithin großer Beliebtheit. © J. Ruppert


Hewa und Fackelmann Therme sind (aus steuerlichen Gründen) Töchter der Stadtwerke Hersbruck. Harald Kiesl nannte die Vermögenssituation des Hersbrucker Versorgers "solide": Die Eigenkapitalquote steigt, Schulden sinken und der Jahresgewinn 2017 beträgt rund 320.000 Euro. Der Wärmeabsatz verzeichnet im Vergleich zu Gas, Wasser und Strom hohe Zuwachsraten. Das wird sich nach Inbetriebnahme der Heizzentrale Bürgerbräu und der Umrüstung der Heizung im Schulzentrum fortsetzen.

Der Versorger verringert intern weiter die Kosten. So werden durch die Umschichtung auf mehr Quellwasser und weniger kühles Nass aus Tiefbrunnen 25.000 Euro jährlich eingespart, sagte Harald Kiesl. Einen großen Stellenwert hat die grüne Energie, egal ob die Umstellung auf Ökogas oder die Nutzung von Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung.

60.000 Gäste schwitzten

Die Therme ist das Sorgenkind der Stadtwerke. 2017 kamen rund 120.000 Gäste in das Herzstück der Freizeiteinrichtung. Der Saunapark ist mit an die 60.000 Anhängern des Schwitzens weiterhin ein Magnet. Die übrigen (zahlenden) Gäste verteilen sich auf das Hallenbad und das Strudelbad, das wegen Fliesenarbeiten in den beheizten Becken einen Rückgang zu verzeichnet hat. Unter dem Strich und mit den Kosten für die Sanierungsmaßnahmen ergab sich ein Verlust von fast 1,2 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist mittlerweile von einst 20 auf mittlerweile elf Millionen Euro gesunken. Die Finanzsituation bei der Therme bezeichnete Harald Kiesl als eine zentrale Herausforderung.

Im Ausblick auf die kommenden Jahre möchten die Verantwortlichen weitere Geschäftsbereiche an die Stadtwerke Hersbruck "andocken". "Vielversprechend ist das Thema Abwasserbeseitigung", sagte Harald Kiesl. Das ließe zum Beispiel eine bessere Abstimmung mit der Hewa beim Tiefbau zu. Noch Zukunftsmusik ist der Aufbau einer Gesellschaft "Neue Ideen" mit externen Beteiligten, wie Privaten und Nachbargemeinden. "Das Unternehmen kreativ, aber behutsam ausbauen", lautete der Auftrag von Bürgermeister Robert Ilg. 

Jürgen Ruppert

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