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Teilsanierung an Reichenschwander Kirche abgeschlossen

Katholische Messe am Sonntag läutet neue Ära ein - 14.09.2017 13:34 Uhr

Im Zuge der Sanierung wurde aus dem Flachdach eine spitze Bedachung, die mit dem neuen Kreuz die Kirche auch als solche erkennbar macht. © Andrea Pitsch


Die Reichenschwander Kirche war – wie mehrfach berichtet – in die Jahre gekommen. Die asbesthaltigen Elektroheizkörper, die für nur wenig Wärme sorgten, müssen laut Vorschrift bis 2019 durch eine energiesparende Variante ersetzt werden. Ein Deckenofen, der an die kommunale Hackschnitzelheizung angeschlossen ist, lehnte das Erzbistum Bamberg aus Kostengründen ab. Auch Innensanierung und Turmerhöhung strich es aus dem Sanierungskonzept.

Pfarrer Forster verrät, dass das Erzbistum sogar mit dem Gedanken gespielt hatte, den Bau abzureißen und eine kleinere Kirche hinzustellen oder das Grundstück samt Spielplatz, der günstig an die Gemeinde vermietet ist, zu verkaufen. Doch Forster und die Kirchenverwaltung kämpften rund sechs Jahre lang – mit Erfolg. "Das Motto war jetzt oder nie", erklärt Forster, auch wenn die Diaspora-Gemeinde mit rund 480 Mitgliedern nur über Rücklagen von etwa 40.000 Euro verfügte.

Dank des unermüdlichen Nachfragens und Bohrens von Pfarrer Forster übernimmt das Erzbistum Bamberg 65 Prozent der Gesamtkosten, die für Betonsanierung, Dacherneuerung und Infrarot-Heizung knapp 400.000 Euro betragen. Er handelte zudem noch einen Sonderzuschuss von 40 000 Euro aus – "den müssen wir aber eventuell zurückzahlen". Geholfen haben der Gemeinde Finanzspritzen von Bonifatiuswerk und Gemeinde Reichenschwand über je 10 000 Euro sowie private Spenden in Höhe von insgesamt 14.173 Euro. "Wir durften uns über teilweise hohe Einzelgaben von bis zu 1000 Euro freuen."

Mit Hilfe dieser und freiwilliger Leistungen der Gläubigen konnten sogar noch die Innenbeleuchtung in Form von LED-Bändern aufgehübscht und der Fußboden grundgereinigt werden. "Es ist alles sehr schön geworden", schwärmt Forster, dessen Kirche nun auch endlich ein weit sichtbares Kreuz ziert.

Trotz der rund ein Jahr dauernden Teilsanierung und des ersten Erfolgs – Forster hat noch Visionen: Wirkteppiche im Inneren kann er sich gut vorstellen oder ein Kunstprojekt auf dem Außengelände in Form von Stelen an einem Weg um das Gotteshaus. Das Geld dafür liegt direkt auf dem Grundstück, im Wäldchen im hinteren Teil. Das darf die Kirchenverwaltung aufgrund des Stiftungsrechts nicht verkaufen. Aber auch hier hat Forster die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben …

Wer noch spenden möchte: Stichwort "St. Jakobus", Sparkasse Nürnberg, IBAN DE23 7605 0101 0190 0900 35. 

Andrea Pitsch

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