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Gestrandete Tiger bei Zirkus in Herzogenaurach eingetroffen

Nach Transport in marodem Lkw und "Zwischenlagerung" in Plauen Ziel erreicht - 21.10.2014 15:38 Uhr

Nachdem die beiden Tigerweibchen Floyd und Sira zwischenzeitlich in Plauen gestrandet waren, sind sie jetzt heil beim Moskauer Staatscircus in Herzogenaurach eingetroffen.

Nachdem die beiden Tigerweibchen Floyd und Sira zwischenzeitlich in Plauen gestrandet waren, sind sie jetzt heil beim Moskauer Staatscircus in Herzogenaurach eingetroffen. © Edgar Pfrogner


Am vergangenen Donnerstag hatte die Polizei in Zwickau auf der Autobahn A72 einen maroden polnischen Lastwagen angehalten. An Bord: zwei Tiger. Der Sattelzug mit den Raubtieren war auf dem Weg zum Moskauer Staatscircus, der zu dieser Zeit noch in Fürth gastierte. Ebenfalls pikant: Der Fahrer des heruntergekommen Sattelzugs hatte keinen Lkw-Führerschein.

Bei dem Lastwagen waren wohl die Reifen und auch die Bremsanlage in einem beklagenswerten Zustand, auch war er nicht versichert. Die beiden Raubkatzen jedoch waren in guter Verfassung, was die Amtstierärztin des Vogtlandkreises bestätigte. Der Sattelzug wurde also erst einmal abgeschleppt und die Tiger auf dem Gelände der Abschleppfirma in Plauen "zwischengelagert".

Bilderstrecke zum Thema

Das Jahr 2014 in Bildern Circus Tiger Maroder Lastwagen mit Tigern gestoppt
Nach Irrfahrt: Tiger in Herzogenaurach angekommen

Die beiden Tigerweibchen Floyd und Sira sind beim Moskauer Staatscircus in Herzogenaurach angekommen. Zwischenzeitlich waren sie in Plauen festgesessen, weil sie mit einem völlig maroden Lkw transportiert wurden. Ein freiwilliger Fahrer brachte die Raubkatzen nun nach Franken.


Freiwilliger Fahrer

Nach einem Aufruf bei MDR meldete sich schließlich eine freiwilliger Fahrer, der die gestrandeten Zirkus-Tiger nach Mittelfranken brachte - allerdings nicht nach Fürth, sondern nach Herzogenaurach, denn hier baut der Moskauer Staatscircus gerade sein Zelt für sein Gastspiel von Donnerstag bis Sonntag auf. Danach geht die Tournee weiter nach Gunzenhausen.

Den Raubtierwagen, in dem Floyd und Sira jetzt residieren, ist eine Leihgabe der Tierklinik Augsburg. "Wir werden uns um einen neuen Wagen kümmern, aber der kostet 20.000 Euro", berichtet der Direktor des Moskauer Staatscircus‘, Gino Frank.

Die beiden etwa 13 Jahre alten Tiger stammen aus einem Zirkus in Polen, der Pleite gegangen ist. Der Besitzer der Raubkatzen, der polnische Dompteur Daniel Wojginak, stand also mit seinen Tieren auf der Straße. "Und weil Daniel ein Freund von uns ist, haben wir ihn und seine Tiger aufgenommen", so Frank.

Keine Auftritte mehr

Die beiden betagten Raubkatzen-Damen werden allerdings nicht mehr in der Manege auftreten. Das Publikum kann die beiden Tiger jedoch in den Pausen besichtigen.

Ansonsten bietet der Moskauer Saatscircus ein zweistündiges, hochkarätiges Programm mit vielen Artisten, Luftakrobatik, Clowns, edlen Arabern und Ponys. Das beheizte Zelt fasst 1200 Besucher.

Vorstellungstermine: Premiere am Donnerstag, 23. Oktober, um 19 Uhr; Freitag und Samstag, 24. und 25. Oktober, jeweils um 16 Uhr und um 19.30 Uhr; Sonntag, 26. Oktober, um 15 Uhr. 

Jeanette Seitz (Nürnberger Nachrichten)

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