Montag, 10.12.2018

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Keine leisen Töne: Monika Gruber beglückt Adelsdorf

Urbayerische Kabarettistin begeitert ihr Publikum in der Aischgrundhalle - 10.03.2018 14:23 Uhr

Bisweilen will auch sie sich "zuspachteln und lackieren": Monika Gruber sorgte in der Aischgrundhalle für zwei Stunden mal kluge, mal derbe, aber stets urkomische Unterhaltung. © Karl-Heinz Panzer


Sie ist lieber laut, gern auch mal derb, betont (ober-)bayerisch und in ihrem Redeschwall kaum zu bremsen. Das kann sie sich leisten und es zahlt es sich aus: Die Auftritte von Monika Gruber laufender Tournee „Wahnsinn“ auf süddeutschen und benachbarten Bühnen sind bereits Monate im Voraus ausverkauft. In Adelsdorf war das nicht anders.

Viele Lacherfolge erzielte sie, wenn sie bekannte Persönlichkeiten mit wenig schmeichelhaften Attributen und Spitznamen versah. Etwa den kompakt gewachsenen nordkoreanischen Diktator Kim als „Atomsprengkopf im Speckmantel“.

Als Frau Mitte Vierzig kam Monika Gruber einen Tag nach dem Weltfrauentag am Thema #MeToo nicht vorbei. Als etwas „hysterisch“ verortete sie manche ihrer Geschlechtsgenossinen. Denn aus ihrer Sicht gestaltet sich das Problem anders: so ganz ohne Anmache und einem anerkennenden Pfiff „fühl ich mich direkt diskriminiert“, bekannte sie. Auch wenn Schminke und sexy Klamotten verpönt seien, wolle sie sich schon „zuspachteln und lackieren“, kokettierte die auf glitzernden High-Heels stehende Unterhaltungskünstlerin.

Das Publikum war über zwei Stunden jedenfalls bestens unterhalten. Also bis auf Weiteres kein Grund für leise Töne bei der Powerfrau mit dem oberbayerischen Schandmaul. 

Karl-Heinz Panzer

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