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Hilpoltsteiner Drachenfest: Bei Wind und Sonne hoch hinaus

Mit Feuerschau, Feuerwerk und großer Grillstation - 24.09.2017 12:44 Uhr

Bunte Drachen und viele Schnüre, die "Stolperfallen" bilden: Beim Hilpoltsteiner Drachenfest konnten die Besucher den Blick vom Himmel kaum abwenden - unzählige bunte und teils sehr außergewöhnliche Drachen tummelten sich dort. © Tobias Tschapka


Auch bewundernswert viele Drachen hingen an diesem Wochenende im blauen Himmel über der grünen Wiese in der Nähe der Kanalanlegestelle Heuberg, denn im Vergleich zu den letzten Jahren regte sich diesmal durchaus ein leichtes Lüftchen, so dass es zeitweise eng wurde zwischen Himmel und Erde. Jede Menge Schnüre ragten in die Luft, ebenso wie eine schon von weiten sichtbare Rauchsäule, denn die Freiwillige Feuerwehr, die zusammen mit der Stadt Hilpoltstein seit über einem Vierteljahrhundert zum Drachenfest einlädt, sorgte unter anderem mit einer großen Grillstation für das leibliche Wohl der vielen Gäste, an der es nicht nur köstlich duftete, sondern auch ordentlich rauchte.

Durchgeführt wurde das Drachenfest einmal mehr von den "Kiteflyers", einem lockeren Zusammenschluss von Drachenbegeisterten mit Kontakten zu Gleichgesinnten in ganz Deutschland. Diese brachten von Nah und Fern neben Verkaufsständen und Flugzubehör unter anderem auch ganz besondere Drachenexemplare mit in die Burgstadt, regelrechte Prototypen, die es nur einmal auf der Welt gibt.

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Buntes Treiben am Himmel auf dem 26. Hilpoltsteiner Drachenfest

Die Drachen sind zurück: Beim 26. Drachenfest in Hilpoltstein tummelten sich allerlei bunte und außergewöhnliche Drachen bei bestem Herbstwetter am Himmel. Ein Feuerwerk und eine Feuerschau, sowie eine große Grillstation hielten neben dem Drachensteigen für jeden etwas bereit.


Platzmangel im Himmel

Alle stiegen zwar nicht in die Höhe (unter anderem, weil dort oben zeitweise kein Platz mehr war), aber auch am Boden ließen sich diese seltsamen und zum Teil sehr raumgreifende Flugobjekte wunderbar bestaunen. "Wir wollen den Menschen zeigen, dass es eben nicht nur die 08/15-Drachen vom Aldi gibt, sondern auch richtig einzigartige Ausfertigungen", sagte Sigi Elsner von den Kiteflyers, ein Dauergast beim Drachenfest, der unter anderem für die Moderation zuständig war.

Dazu gehörten organisatorische Durchsagen ebenso wie hin und wieder das Ausrufen von Eltern, denn in dem großen Gewühle konnte (kurzzeitig) auch mal ein Kind verloren gehen. Kein Wunder bei den vielen Mädchen und Jungen, die kreuz und quer über die Wiese flitzen, in der Hand eine Schnurspule, und immer auf der Hut, in eine fremde Drachenschnur zu laufen. Nicht nur in der Luft, auch auf der Wiese lagen überall diese kaum sichtbaren "Stolperfalle"“, aber wenn man nicht nur den Himmel mit seinen luftigen Sehenswürdigkeiten, sondern hin und wieder auch mal den Grund im Auge behielt, konnte man sich recht gut über die Wiese manövrieren.

Am Rand des Drachenfestgeländes angekommen gab es außerdem eine Station, an der Kinder den Umgang mit Diabolo, Jonglierbällen und Pois erlernen können. Bis sie das so gut können wie der Flammenartist Eberhard Wolter, der nach Einbruch der Dunkelheit mit brennenden Stäben, Kugeln und anderem Gerät eine faszinierende Feuerschau zum Besten gab, bei der vermutlich auch "echte" Drachen vor Neid erblasst wären, müssen sie dann aber doch noch ein bisschen üben.

Und auch das anschließende nächtliche Feuerwerk von Andreas Bengl von der Heuberger Feuerwehr hätte sie schwer beeindruckt – den vielen kleinen und großen menschlichen Drachenfestbesuchern ging es zumindest so. 

Tobias Tschapka

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