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20 Jahre lang das Leben bereichert

Spielraum Kultur Hemhofen/Röttenbach feierte Jubiläum: Musik und Tanz für alle - 16.03.2009

Das Vokalensemble «Sing A-Moll» umrahmte die Jubiläumsfeier des Vereins «Spielraum Kultur». © Rudolph


Was einst bei einer Geburtstagsfeier im Hause Irlinger als lockere Initiative begann, hat sich zu einer festen Institution entwickelt. Rund 15 Veranstaltungen im Jahr gehen auf das Konto des vor 20 Jahren gegründeten Vereins. «Gut die Hälfte davon sind Angebote für Kinder, auch wenn man da meist nicht kostendeckend arbeiten kann», betonte Irlinger.

Die Wände der Mehrfachturnhalle waren mit bunten Plakaten geschmückt, auf denen die Aktivitäten des «Spielraums» zu lesen waren: 20 Jahre Tanz, Kabarett, Figurentheater und auch 20 Jahre Visionen, Kreativität, Sekt oder Stühle stellen. Tatsächlich traten in zwei Jahrzehnten etliche Prominente in Hemhofen oder Röttenbach auf. Unvergessen sei das Konzert von Konstantin Wecker, erinnerte der Moderator und zählte unter anderem auch die Abende mit den Biermösl Blosn, Juno, TBC oder Viva Voce zu den Höhepunkten.

Als die «stärkste aller Veranstaltungen» beschrieb der Landrat aber den zweiten Auftritt des Kabarettisten Sigi Zimmerschied in der Lohmühlhalle. Nach der ersten Vorstellung im Jahr 1988 habe es wegen satirischer Äußerungen über die Kirche und insbesondere Maria großen Protest gegeben, so dass der damalige Röttenbacher Bürgermeister alles dran setzte, die zweite zu verhindern – vergebens. «Das ging durch alle Zeitungen und ganz Europa», sagte Eberhard Irlinger. Doch abgesehen von diesem Fall sei er überzeugt, dass Kultur Brücken baut. «Sie weckt die Neugier und den Dialog zwischen den Generationen. Sie steigert die Lebensqualität. »

Bei der gut besuchten Jubiläumsfeier am Samstag waren alle Altersgruppen vertreten. Das abwechslungsreiche Programm begann mit dem Auftritt einer Trommelgruppe: 18 Frauen um Anita Rahm brachten gleich richtig Schwung in die Halle. Danach stellte das Vocalensemble «Sing A-Moll» aus Röttenbach unter der Leitung von Josef Laußer seine Vielfältigkeit unter Beweis und sang mitreißende Gospels oder amüsante Lieder wie das «Sandmännchen» von Udo Lindenberg. Viel Applaus gab es auch für die beschwingte Jazzmusik von Jutta Wachs-Müller und Andreas Engel. Die Bewegungstanzgruppe TSEP rundete den offiziellen Teil ab, bevor die Band «Friends» zum Tanz für alle spielte. 

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