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Mittwoch, 17.10.2018

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adidas-Mitarbeiter starten "Run for The Oceans"-Kampagne

Unternehmen zahlt für jeden Kilometer für den Kampf gegen die Vermüllung - 08.06.2018 17:38 Uhr

Wer wird denn bei der Mittagshitze das Lächeln vergessen? Jedenfalls nicht die adidas-Mitarbeiter, die gestern auf den 3-Kilometer-Kurs gingen. Viele absolvierten die Strecke gleich mehrfach (Mehr Bilder unter www.nordbayern.de/herzogenaurach). © Fotos: Berny Meyer


Es war der Auftakt zu einer großangelegten Initiative. Bereits zum 2. Mal rufen adidas und "Parley for the Oceans" dazu auf, aktiv gegen die Verschmutzung der Weltmeere vorzugegen.

Für adidas dürfte das teuer werden. Denn das Unternehmen hat zugesagt: Für jeden Mitarbeiter, der läuft, zahlt adidas 10 Euro an das "Parley Ocean Plastic Program". Läufe an weiteren Standorten des Konzerns folgen. Zudem: Auch Privatleute können adidas laufend zum Zahlen zwingen. Einen Dollar zahlt adidas pro Kilometer. Voraussetzung: Der Läufer muss sich die kostenlose App "runtastic" herunterladen, um teilnehmen zu können. Der Betrag, den adidas zahlt, ist auf insgesamt eine Million Dollar gedeckelt.

Bilderstrecke zum Thema

adidas: Mit dem "Run for the Oceans" gegen Plastikmüll

Rund 2500 adidas-Mitarbeiter haben in Herzogenaurach die Aktion "Run for the Oceans" gestartet. Für jeden Kilometer spendet adidas einen Dollar für den Kampf gegen die Vermüllung der Meere.


Seit 2015 arbeiten adidas und "Parley for the Oceans" gemeinsam zusammen, um Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Gleichzeitig zeigen sie mit der Herstellung von Produkten aus Parley Ocean Plastic auf, dass Recycling sogar für Schuhe funktioniert. Dabei werden Teile des Garns für die Schuhe aus Plastikmüll hergestellt, der von Küsten und Stränden stammt.

 

Was in Herzogenaurach alle Fälle zu spüren war: Es schien gar keine Frage zu sein, dass etwas getan werden muss. Und das, was adidas begonnen hat, soll weiter geführt werden. Finanzvorstand Harm Ohlmeyer und Andre Maestrini, General Manager adidas Sports Business Units, betonten mehrfach, "dass das nur der Anfang ist". Das Unternehmen wolle seinen Teil dazu beitragen, das Plastik aus der Umwelt zu bringen. Im Meer landen ja nicht so sehr Turnschuhe und Sporttextilien, sondern Verpackungen und Einweg-Produkte.

Natürlich Glas

Es war quasi ein Selbstverständlichkeit und doch ungewöhnlich, dass die Unmengen von Wasser, die für die 2500 Läufer bei der Hitze zur Verfügung standen, in Glasflaschen auf dem Adi-Dassler-Sportplatz bereitstanden. Das hatte auf alle Fälle deutlich mehr Flair als billige Plastikflaschen, die danach über Bäche und Flüsse in die Weltmeere gespült werden könnten.

Es hat auch etwas mit einer sportlichen Grundhaltung zu tun, ist sich Andre Maestrini sicher: "Der Run For The Oceans verkörpert die Überzeugung, dass wir durch Sport Leben verändern können."

adidas hat die Organisation "Parley for the Oceans" mitgegründet . Dabei handelt es sich um eine Organisation, die sich dafür einsetzt, das Bewusstsein über den Zustand der Ozeane zu schärfen und gemeinsam neue Projekte zum Schutz und Erhalt der Weltmeere auf den Weg bringen. Der adidas-Markenvorstand Eric Liedtke ist passioniertes Mitglied des Lenkungsausschusses bei "Parley for the Oceans".

Das Geld, das über den "Run for the Oceans"-Läufe hereinkommt, soll vor allem einer "Parley Ocean School Initiative" zugute kommen, die die nächsten Generationen in Kursen aufklärt und Jugendlichen durch Wassersportaktivitäten die Unterwasserwelt näher bringt.

Privatläufer können noch bis zum 8. Juli Kilometer gegen den Plastikmüll sammeln. 

mk

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