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Adidas, Puma und Co: Das sind die neuen Azubis im Landkreis

Unternehmen und Behörden plagen weiter Nachwuchssorgen - 04.09.2018 07:00 Uhr

Unter den 20 Auszubildenden des Sportartikelherstellers Adidas sind fünf ehemalige Geflüchtete. "Alle fünf haben im März ihre Einstiegsqualifikation begonnen und davor ein Schülerpraktikum bei adidas gemacht", erklärt Nicholas Sellers, Senior Director People Development & Learning.

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Herzlich Willkommen im Beruf! Diese Azubis starten im Landkreis ihre Ausbildung

Die neuen Azubis sind da: Am Montag starteten hunderte Auszubildende ins Berufsleben. An den ersten Tagen schnuppern die meisten erst einmal in ihr neues Unternehmen hinein. Dann kann das Berufsleben so richtig starten.


Zusammen mit ihren neuen Kollegen werden sie unter anderem zu Verkäufern, Lageristen, Fachinformatikern oder im Büromanagement ausgebildet.

Zeitgleich starten 17 Studenten an der Technischen Hochschule Nürnberg und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ihr duales Studium bei Adidas.

Im Landratsamt Erlangen-Höchstadt konnten erstmals nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden. Acht Neuzugänge traten dort am Montag ihren Dienst an, auch das Kreiskrankenhaus St. Anna begrüßt ein neues Gesicht. "Wir haben in der Region einen Riesenfachkräftemangel", so Landrat Alexander Tritthart bei einer Diskussionsrunde mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek am Freitag (wir berichteten).

Konkurrenz ist groß

Für ihn ist besonders ärgerlich, dass gleich drei Azubis kurz vor dem Ausbildungsstart noch abgesprungen sind. "Wir haben Vollbeschäftigung. Das heißt aber in diesem Fall auch, dass wir mit den großen Unternehmen in der Region um Bewerber konkurrieren." Tritthart: "Der öffentliche Dienst hat Zukunft. Neben vielfältigen Aufgaben bietet er einen heimatverbundenen Arbeitsplatz mit einem Plus an beruflicher Sicherheit gegenüber der Privatwirtschaft." Heimat sei ein schlagkräftiges Argument, findet Ministerin Karliczek. "Viele junge Leute sind sehr heimnatverbunden. Wenn sie vor Ort eine Stelle finden, bleiben sie auch dort und gehen nicht in eine andere Region."

Das merkt auch der Sportartikelhersteller Puma: Dort starteten 14 Nachwuchskräfte in ihr Berufsleben, viele auch aus Franken. Sieben von ihnen begannen eine Ausbildung Fachinformatiker, Industriekaufmann / -frau oder Kaufmann /-frau im Einzelhandel. Sieben weitere haben sich für ein duales Studium in den Bereichen Betriebswirtschaftlehre und Textilbetriebswirtschaft entschieden. Neben dem Studium an den dualen Hochschulen Mannheim, Lörrach, Stuttgart und Nagold, werden sie am Puma-Sitz in Herzogenaurach Praxiserfahrung sammeln. Eine von ihnen ist die 19-jährige Linda Hoop. Sie kommt eigentlich aus Thüringen, ist für ihr Studium aber nach Erlangen gezogen – und jetzt schon von der Region begeistert. "Hier zu wohnen ist fast wie im Urlaub", sagt sie.

Laptop zur Begrüßung

Zwölf Azubis haben sich für das Speditionsunternehmen Wormser Qualitätslogistik entschieden – unter anderem als Kaufmann/-frau für Speditions- und Logistikdienstleistungen, Berufskraftfahrer oder Kfz-Mechatroniker.

Auch die Herzogenauracher ProLeit AG darf zahlreiche neue Gesichter begrüßen: 21 Auszubildende und Verbundstudenten begannen dort am Montag. Zur Begrüßung schenkte ihnen das Unternehmen unter anderem einen Laptop. ProLeit bildet den Nachwuchs zu Fachinformatikern und Kaufmännern und -frauen im Büromanagement aus. Bereits seit 2010 bietet ProLeiT in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Nürnberg ein Verbundstudiums an. Damit ist es möglich, die Ausbildung zum Fachinformatiker mit einem Hochschul-Abschluss zu verbinden. Beim Medizinproduktehersteller Medwork in Höchstadt begann für zwei junge Menschen ihre Ausbildung zum Fertigungsmechaniker. 

Kilian Trabert Volontär der Nürnberger Nachrichten E-Mail

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