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Wenn eine Mannschaft Asse wie Michael Hlozek und Marcel Juhasz in die dritte Reihe stecken kann, muss einem bange werden um einen Aufsteiger, der zudem mit Gulda, Lenk und Lang drei wertvolle Stürmer verletzungsbedingt ersetzen musste. Am Ende kam es auch so wie erwartet, Aber zumindest muss man den Alligators ein Kompliment machen: Sie verkauften ihre gepanzerte Haut lange so teuer wie möglich.
Die Stärken waren zunächst wieder einmal eine kompakte Defensive, die gegen die läuferisch starken Bayreuther die Räume eng machte und sich zudem auf ihren Goalie Ronny Glaser verlassen konnte. Nach vorne setzte der HEC immer wieder kleine Nadelstiche. Einen echten Piekser kassierten die Tigers in der 6. Minute, als Thilo Grau in der neutralen Zone den Puck eroberte, anzog und nicht – wie vom Bayreuther Verteidiger offenbar erwartet – passte, sondern abzog und über die Fanghand von EHC-Torhüter Tim Siekmann ins lange Eck traf.
Die Führung tat den Hausherren natürlich gut. Zwar hatten die Bayreuther „standesgemäß" optische Vorteile, kamen aber zu wenig klaren Chancen. Oft behalfen sie sich mit Distanzschüssen, bei denen Glaser aber stets auf dem Posten war. Sogar in ihrer ersten Überzahl gelang wenig. Im Gegenteil: Bei einem Konter hatte Daniel Jun sogar die Chance zum 2:0, schoss aber zu zentral.
Das hohe Tempo der Tigers wurde aber doch noch vor der ersten Drittelsirene belohnt. Nach einem hohen Schlenzer ins HEC-Drittel reagierte Andreas Geigenmüller am schnellsten und sah auch noch Michal Bartosch, der nach dem Querpass mutterseelenallein einschieben konnte.
Auch das zweite Drittel begannen die Alligators diszipliniert. Und fast wären sie nochmals in Front gegangen, nachdem ein mäßig gefährlicher Schuss von Marc Kaczmarek ihm durch die Schoner rutschte. Er schnappte sich die Scheibe aber gerade noch rechtzeitig.
Gegen das wunderschöne Bayreuther 2:0 war aber wenig zu machen. Juhasz passte scharf nach innen, wo der Ex-Nürnberger Kevin Altmann per Direktabnahme traf. Ärgerlich das 1:3, als man die Hausherren in Unterzahl in der Vorwärtsbewegung gestoppt wurden und in einen Konter liefen. Dennis Thielsch ließ mit einem platzierten Schuss diesmal Glaser keine Chance.
Es folgte eine gute HEC-Phase, die aber trotz einiger Gelegenheiten nicht von einem Tor gekrönt wurde. Besser machten es die Gäste, die nach einer tollen Einzelaktion von Jozef Potac, die von Glaser zuerst entschärfte wurde, im Nachsetzen sogar auf 4:1 davon zogen.
Somit stand der Sieger zwar fest, aber es war noch die Frage offen, ob die Alligators einbrechen würden. In der Tat waren sie mit ihrem Latein am Ende, die Tigers wirbelten nach Belieben. Nach nicht einmal drei Minuten war das halbe Dutzend voll. Und in der 47. Minute war der Abstand so hoch wie in der Hauptrunde (2:8), weil ausgerechnet der Ex-Höchstadter Hlozek der Abwehr enteilt war. Nun ging der entnervte Glaser vom Eis, und Nachfolger Feeser verhinderte wenigstens eine zweistellige Klatsche.
Fazit: Schon am zweiten Spieltag der Zwischenrunde sieht es so aus, als ob mit Bayreuth und Sonthofen die Aufsteiger schon fest stehen. Der Rest darf darum kämpfen, wer in den Halbfinals das „Opfer“ spielen darf.
So. 12.05.13
So. 14.04.13
Fr. 29.03.13
So. 24.03.13
Fr. 15.03.13