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Alligators schnappen sich den Play-off-Platz

Eishockey-Bayernliga: In einer turbulenten Partie in Buchloe beseitigt der HEC mit einem 8:5-Sieg alle Zweifel - 25.01.2013 22:33 Uhr

HÖCHSTADT  - Was für eine Moral: Bis zum 3:4 lagen die Alligators gestern in Buchloe ständig zurück, doch dann war ihr „Hunger“ auf das vorzeitige Erreichen der Meisterrunde einfach größer als der Ehrgeiz der Schwaben, die bereits qualifiziert waren. Am Ende bejubelten die Höchstadter mit ihren etwa 60 mitgereisten Fans auf dem Eis einen furiosen 8:5-Sieg.

Allen Grund zum Jubeln hatten die Alligators, die gestern ihre glänzende Saison krönten.
Allen Grund zum Jubeln hatten die Alligators, die gestern ihre glänzende Saison krönten.
Foto: Michael Matejka
Allen Grund zum Jubeln hatten die Alligators, die gestern ihre glänzende Saison krönten.
Allen Grund zum Jubeln hatten die Alligators, die gestern ihre glänzende Saison krönten.
Foto: Michael Matejka

Anfangs hatte es so ausgesehen, als ob die heimischen Piraten den HEC, dem die lange Anfahrt noch in den Beinen steckte, überrollen wollten. Fünf Minuten lang hielten die Gäste dagegen, in der ersten Unterzahl klapperte es aber bereits, und als zwei Minuten später das 0:2 fiel, schien es so, als ob es sinnvoller sein könnte, die Kräfte für Sonntag zu schonen.

Schließlich spielte der Tabellendritte bis dahin grandios, und in den eigenen Reihen fehlten neben Gulda und Michalek auch noch kurzfristig Lenk (Knieverletzung) und Lang (Leistenzerrung).

Aber wer so denkt, kennt Daniel Jun nicht. Der HEC-Spielertrainer nahm jetzt das Heft in die Hand, kräftig unterstützt von seinem Kapitän: Daniel Sikorski eroberte die Scheibe hinter dem Tor, bediente Jun und der traf „aus dem Nichts“ von der blauen Linie zum Anschlusstreffer.


Zwar brachte ein Wechselfehler der Alligators noch einmal das 1:3, aber nun erwachten die Gäste endgültig. Nachdem Marc Kaczmarek und Stephan Hiendlmeyer den Puck gesichert hatten, trat der Spielertrainer unwiderstehlich an und schloss zum 2:3 ab. Und kurz vor der Drittelsirene traf er nochmals aus großer Distanz – und diesmal sah Keeper Horneber nicht gut aus. Unverdient war der Ausgleich jetzt aber nicht mehr, der HEC hatte jetzt schon reichlich Druck gemacht.

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst ausgeglichen, Buchloe profitierte jedoch von einer fragwürdigen Strafzeit gegen Thilo Grau und ging nochmals in Front. Aber dieses Gegentor löste lediglich eine Trotzreaktion der Alligators aus. Ales Stribny, der wochenlang Ladehemmung hatte, blieb nach guter Vorarbeit von Steven Maier endlich einmal cool vor dem Tor und glich aus. Und es kam noch besser: Nachdem der HEC selbst eine Strafzeit überstanden hatte, nutzte er eine eigene Überzahl durch Hiendlmeyer zur erstmaligen Führung gegen den inzwischen eingewechselten ESV-Goalie Reisinger. Der musste kurz darauf nochmals hinter ich greifen, als Sikorski das halbe Dutzend zum 6:4-Drittelendstand voll machte.

Danach fehlte Buchloe der letzte Druck, der HEC verteidigte seien Führung verbissen. Das 7:4 von Hiendlmeyer war die Entscheidung – eine Zitterpartie am Sonntag, die angesichts der restlichen Ergebnisse gestern Abend gedroht hätte, wurde vermieden. Da Lindau ebenso erwartungsgemäß gegen Nürnberg gewann wie Miesbach in Bayreuth verlor, geht es am Sonntag zwischen diesen beiden punktgleichen Teams im Fernduell um den letzten freien Play-off-Platz. Die Alligators können sich hingegen im Duell mit Peißenberg sogar Platz acht oder sieben schnappen.hp 



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