Montag, 19.11.2018

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An Traktor gebunden: Aufregung um tote Kuh am Waldrand

Landwirt wollte das Tier zwischenlagern - und band es an einen Traktor - 17.04.2018 14:07 Uhr

In einem Stall in einem Wachenrother Orsteil ist eine Kuh verendet (das abgebildete Tier hat damit nichts zu tun). © Archivfoto: Roland-Gilbert Huber-Altjohann


Etliche Anrufe von besorgten Bürgern seien bei der Polizei in Höchstadt eingegangen, bestätigt Inspektionsleiterin Christiane Lederer auf Nachfrage der Nordbayerischen Nachrichten.

Denn das tote Tier war an einen Traktor gebunden. Lederer gibt jedoch gleich Entwarnung: "Das hat nichts mit Tierquälerei zu tun." Vielmehr sei die Kuh im Stall eines Landwirts verendet. Bis zum Eintreffen der Tierkörperbeseitigung wollte der Landwirt die Kuh zwischenlagern und habe sie deshalb mit dem Traktor an den Waldrand geschleppt.

Das ist laut Lederer aber natürlich der falsche Ansatz. "Es gibt Vorschriften für die richtige Zwischenlagerung und Beseitigung. Tierkadaver müssen zum Beispiel kühl, auf festem Grund und nicht zugänglich gelagert werden. Keinesfalls jedoch auf Waldboden." Sie betont, der Landwirt habe die Kuh nicht einfach im Wald entsorgen oder gar vergraben, sondern eben nur zwischenlagern wollen.

Deshalb seien Polizeibeamte vor Ort gewesen, um sich ein Bild von der Situation zu machen und die Sache dem Landratsamt zu melden. "Es steht nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren im Raum", so Lederer. Die tote Kuh sei zwischenzeitlich bereits entsorgt worden.


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Jeanette Seitz Nordbayerische Nachrichten Herzogenaurach/Höchstadt E-Mail

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