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Arzt statt Streckenrekord

Swen Sundberg verletzt, aber Jürgen Wittmann „springt ein“ - 24.07.2016 17:16 Uhr

Auf dem Weg zum Streckenrekord muss Jürgen Wittmann vom LAC Quelle Fürth erst einmal den Erlanger Kamal Mohammed abschütteln. Hier schon hat Swen Sundberg (im Hintergrund im blauen Shirt) den Anschluss an die Spitze verloren.


Gleich am Samstag noch begab sich Sundberg, Ironman-Sieger im vergangenen Jahr in Japan, in ärztliche Behandlung. „Mal ehrlich: Gut schaut das nicht aus“, sagte er. Das sieht nach einer weiteren Zwangspause in dieser nicht gerade optimal verlaufenen Saison aus.

Den Streckenrekord von Marcel Staudacher aus dem Jahr 2012 von 35:18 Minuten konnte der Triathlet also nicht knacken. Aber ein anderer Bekannter in der Läuferszene tat dies, nämlich Jürgen Wittmann von der LAC Quelle Fürth, der nach 34:19 über die elektronische Zeitnahme am Start- und Zielgelände, an der Ortsverbindung von Weisendorf nach Reuth, lief.

Dann gab’s gleich die nächste Überraschung oben drauf, denn Staudachers Marke wurde auch von dem 20-jährigen Kamal Mohammed (TV 48 Erlangen) um vier Sekunden (35:14) unterboten.

Souverän und fast auf gleicher Höhe mit den Männern laufend, brachte Angela Kühnlein von den Brehm-Titan-Runners Weisendorf den Sieg im „Peter-Brehm-Hauptlauf“ nach Hause. Im vergangenen Jahr absolvierte sie den ersten Rundkurs über drei Kilometer und die zweite große Schleife Richtung Reuth und in den Wald über sieben Kilometer in 37:52 Minuten. War’s der drückenden Schwüle am Samstag geschuldet? Macht nix, denn Kühnlein lief sowieso einsam an der Spitze der Damen im Feld.

Die nächste Überraschung war die rekordverdächtige Teilnehmerzahl. Starteten und finishten 2015 im Hauptlauf noch 59 Läufer, waren es heuer schon 62. Insgesamt beteiligten sich an allen Läufen 161 Sportler.

Noch eine Neuerung gab es: Alle verschieden lange Strecken haben ab sofort einen Sponsor, erklärte Günter Rath, Vorsitzender des Heimatvereins. So hieß die allerneueste Distanz über 1,5 Kilometer (U10-U12) Neumüller-Schülerlauf. Der Peetz-Jugend- und Hobbylauf war mit 4,5 Kilometern und lediglich sechs Startern im Angebot. Für die 7,5 Kilometer langen Walkingstrecke fand sich die Firma Rehorst als Namenspate. Der Bambini-Lauf über 300 Meter wird von der Raiffeisenbank Seebachgrund gesponsert. Schließlich steht Peter Brehm, wie erwähnt für den Hauptlauf. Alle Sponsoren unterstützen laut Rath den Hochstraßenlauf mit Geldern.

Wenn dann der Name Brehm-Titan-Runners fällt, denken die Experten in der Region natürlich an Dauerstarter Oliver Brehm, der dieser Tage laut Moderatorin Brigitte Bärnreuther Geburtstag hatte – „35 plus X“, tönte es über die Lautsprecher. Brehm lief in 38:20 Minuten als Sechster ins Ziel.

Noch etwas Neues: Erstmals wurden die Läufer mit Schildern über ihre aktuell gelaufene Distanz informiert. Und nicht zu übersehende Werbeplakate der nächsten Laufevents (am 28. August der Aurachtallauf in Herzogenaurach und am 3. September der erste Gremsdorfer Kerwalauf) dominierten im Zielgelände. Karsten Minde, Sport- und Laufwart bei der Herzogenauracher Turnerschaft und Hans-Peter Schneider, Organisator des Gremsdorfer Ereignisses, rührten fleißig die Werbetrommel. 

NIKOLAUS SPÖRLEIN(Text und Fotos)

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