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China als Wahlfach am Gymnasium Höchstadt

Beschäftigung mit Sprache und Kultur als Angebot ab kommendem Schuljahr - 06.04.2016 10:00 Uhr

Bei einer Begegnung mit Kollegen der Fachschaft Sport an einer chinesischen „oberen Mittelschule“ konnte Gymnasiums-Schulleiter Bernd Lohneiß Erfahrungen austauschen. © privat


„Am besten wäre der Wahlkurs schon in der 5. Klasse“, wünscht sich Schulleiter Bernd Lohneiß. Denn in dieser Jahrgangsstufe könne man das Thema noch spielerisch angehen. Um Noten geht es in Wahlkursen aber ohnehin nicht. Deshalb hofft er, bei den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums auf reges Interesse zu stoßen, wenn er in Kürze eine Umfrage zu dem neuen Angebot der Schule starten will.

Inspiriert wurde Lohneiß durch eine zehntägige Schulleiter-Reise nach China, die vom Konfuzius Institut Nürnberg-Erlangen durchgeführt wurde. Dieser gemeinnützige Verein ist vergleichbar mit den deutschen Goethe-Instituten und widmet sich mit Kursen und Veranstaltungen der Vermittlung von Sprache, Wissen und Kultur über China.

Die insgesamt 13 Schulleiter und -stellvertreter bekamen auf ihrer Reise in zwei privaten und zwei staatlichen Einrichtungen einen Einblick in das chinesische Schulsystem. Große Klassen, einen langen Unterrichtstag und klassischen Frontalunterricht gebe es da, aber auch großzügige und gut ausgestattete Räume zum Entspannen und zum Austoben für die Schüler, fasst Lohneiß seine Eindrücke zusammen.

China als Wahlfach — das könnte neue Perspektiven eröffnen. Nicht nur, dass Hochchinesisch die weltweit am meisten verwendete Muttersprache ist; China ist wichtiger Handelspartner für viele Unternehmen in der Region, die davon profitieren, wenn künftige Mitarbeiter interkulturelles Fingerspitzengefühl besitzen.

Auf chinesischer Seite werden solche Kompetenzen bereits gefördert. An zwei Schulen besuchten die Schulleiter Klassen, in denen Deutsch als Fremdsprache gelehrt wird, und auch Englisch steht in vielen chinesischen Schulen auf dem Stundenplan. „Die chinesischen Schüler wollen gerne ins Ausland, um dort zu studieren“, berichtet Lohneiß von seinen Reiseerfahrungen. Einen Schritt in der Bildungskarriere, den die chinesischen Schulen unterstützen und aktiv fördern.

Lohneiß kann sich einen Schüleraustausch mit China mittelfristig zwar auch vorstellen, doch zunächst gilt seine Aufmerksamkeit dem geplanten Wahlkurs China/Chinesisch, der ab dem kommenden Schuljahr mit zwei Stunden pro Woche ins Leben gerufen werden soll. Bei der Vermittlung von Lehrkräften kann der Schulleiter auf das Nürnberger Konfuzius Institut setzen, bei der Finanzierung auf den Förderverein der Schule. Darüber hinaus hofft Lohneiß auf Unternehmen, die mit Blick auf das Reich der Mitte Interesse an einer Schulpartnerschaft haben. 

SILVIA SCHULTE

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