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„Der Wal soll Wellen schlagen“

Benefizveranstaltung für Guatemala-Projekt und Grundschule – Bilder von Dieter Erhard versteigert - 20.04.2015 12:00 Uhr

Zusammen mit JVA-Insassen hat Dieter Erhard die gigantische Leucht-Skulptur gebaut. Foto: anu


Die bunte Benefizveranstaltung wurde von der Klasse 3a der Grundschule Pommersfelden musikalisch eröffnet: Sie trugen unter der Leitung von Klass- und Schulleiter Claudio Pütz „Wal“-Lieder vor, denn um dieses Tier drehte sich das Motto des Abends.

Leuchtende Skulpturen

Nach Einbruch der Dunkelheit wurde die größte von Dieter Erhards leuchtenden Skulpturen aus unzähligen Teilen Lisa-Lichtsammel-Kunststoff enthüllt, zusammen gebaut mit Hilfe von 28 Insassen der JVA Erlangen. Der Titel ist Programm:  Als „Wal für Kinder“ soll das beeindruckende, acht Meter lange Werk auf Tour gehen, die Betrachter zum Nachdenken bringen und an ihre Hilfsbereitschaft appellieren.

„Der Wal soll Wellen schlagen“, so bringt es der Künstler selbst auf den Punkt, der sich bei der Benefizveranstaltung eher im Hintergrund hielt; am Sonntag gab es im Kellerhaus noch einen kleinen Empfang zur offiziellen Eröffnung seiner Ausstellung. Bis Ende Mail sind das größere Bild „Blau-Wal“ sowie die Bilderserie „Gefährdet“ im Café zu sehen.

Und natürlich außen auf der grünen Wiese auch der imposante Wal – neben anderen Skulpturen, die zum Teil schon längere Zeit das Kellerhaus und seine Umgebung  zum Strahlen bringen, noch in Pommersfelden zu bestaunen. „Danach geht es zur 750-Jahr-Feier in Tennenlohe, in den Botanischen Garten und vielleicht noch nach Jena und Berlin“, erklärt der Künstler, der sich schon länger für das Projekt „Guatemala Kinder / Centro Madre Teresa“ des Rotary Club Erlangen Schloss stark macht. „Ein Drittel des heutigen Erlöses ist dafür bestimmt und zwei Drittel für ein Musikprojekt der Grundschule Pommersfelden.“

Denn nach Abstimmung mit dem Ehepaar Hofmann vom Kellerhaus sollte über die örtliche Bürgerstiftung auch für Pommersfelden etwas Gutes getan werden. Mit dem Bubenreuther Zauberer Wolfgang Klier und dem Kabarettisten Klaus Karl Kraus fanden sich gute Mitstreiter, das Ganze zu einer kurzweiligen und vergnüglichen Sache zu machen.

Kunststücke und Tricks

Während Klier die Gäste mit Kunststücken und Tricks vergnügte, sorgte KKK anschließend für eine schwung- und humorvolle Versteigerung von zehn Kunstwerken aus dem Atelier Dieter Erhards.

In Papier gehüllt sahen die Mitbieter nicht, wofür sie da eigentlich Geld boten, dennoch kamen stattliche Summen von 150 bis 180 Euro pro „Wundertüte“ zusammen (Mindestgebot: 100 Euro). Auf 370 Euro brachte es ein „Wal“-Puzzle aus 1000 Teilen und für 600 Euro ersteigerte ein Gast, einen 45-minütigen Auftritt des Zauberers Klier.

Die Ausstellung der Werke von Dieter Erhard im Kellerhaus ist mindestens bis Ende Mai zu den üblichen Öffnungszeiten des Cafés zu sehen:  Dienstag bis Sonntag von 12 bis 20 Uhr; www.kellerhaus-pommersfelden.de 

ANDREA RUDOLPH

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