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Es war ein Fehlstart. wie er im Buche steht: Während vor dem gegnerischen Tor zu harmlos und langsam agiert wurde, leistete sich die Defensive immer wieder individuelle Fehler und ermöglichte so den motivierten Hausherren klare Torchancen. Zusätzlich nutzten diese die zahlreichen technischen Fehler des TSH-Angriffs konsequent im Gegenstoßspiel aus und bauten ihren Vorsprung auf ein komfortables 8:2 aus.
Bis zur Mitte der ersten Halbzeit präsentierten sich die TSHler zu unkonzentriert und taten sich schwer, klare Torchancen gegen die 5:1-Deckung der „Buckis“ herauszuarbeiten. Spätestens beim Zwischenstand von 14:6 schien der achte Saisonpunkt für die Gastgeber in greifbarer Nähe zu sein. Doch in den letzten sieben Spielminuten der ersten Hälfte ging plötzlich ein unerklärlicher Ruck durch das Team der Turnerschaft, das bis zum Pausenpfiff auf 11:15 verkürzte.
In der Kabine stellte Ljevar seine Schützlinge neu ein und motivierte die Defensive, konzentrierter zu arbeiten. Seine Vorstellungen wurden nun konsequent umgesetzt. So kassierten die Schuhstädter direkt nach dem Anpfiff zwar das 11:16, läuteten anschließend jedoch eine beachtliche Aufholjagd ein.
So stand es wenige Gegenstöße und Strafwürfe später auf einmal 17:16 für die Gäste. Es schien, als ob man allmählich die Kontrolle über das Derby gewinnen würde und das, obwohl es die Herzogenauracher immer wieder versäumten, den Vorsprung auszubauen. Dennoch verwandelten die Gäste durch eine geschlossene Mannschaftsleistung einen Acht-Tore-Rückstand in eine 19:22-Führung. Selbst nach der dritten Zeitstrafe gegen Michael Hettchen ließ man sich nicht verunsichern und spielte konsequent weiter.
Dennoch gibt es viele große Fragezeichen. „Wir haben heute ein wichtiges Spiel umgebogen. Aber warum wir uns in der ersten Halbzeit derart unter Wert präsentiert haben, ist unverständlich. Wir machen uns somit das Leben immer wieder selbst schwer“, meinte Ljevar erleichtert.
Bis Sonntag müssen sich die Herzogenauracher aber steigern. Denn dann trifft man vor eigener Kulisse um 16.30 Uhr auf den direkten Tabellennachbarn aus Auerbach.
