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Unter den 174 Mitgliedern sind nur zwölf aktive Tänzerinnen und Tänzer, also sechs Tanzpaare. Einigermaßen ratlos ist die Vorsitzende, wie neue Tänzerinnen und Tänzer zu gewinnen sind. Aufrufe in den Gemeindeblättern von Weisendorf und Großenseebach hatten keinen Erfolg. Dabei wird im Verein nicht nur getanzt, auch die Geselligkeit wurde wieder mit Winterwanderung, Grillfest oder bei einer Weinfahrt gepflegt.
Die Trachtengruppe bereichert auch das kulturelle Leben der Gemeinde, wie Bürgermeister Bernhard Seeberger in seinem Grußwort betonte. Der Osterbrunnen wurde geschmückt, 20 Frauen in Tracht beteiligten sich an der Fronleichnamsprozession und zu Mariä Himmelfahrt wurden 75 Kräutersträuße gebunden und verkauft. Der Erlös von 251 Euro wird für die Neuvergoldung eines Hostienkelchs verwendet.
Voll besetzt war die Gaststube wieder beim Wirtshaussingen. Überörtlich vertreten war der Verein mit einer Tanzvorführung beim Gemeindefest in Kairlindach. 22 Mitglieder nahmen am Kreiserntedankfest in Stegaurach teil, wo sie in ihren verschiedenen Trachten Aufsehen erregten. Heuer feiert der Verein sein 30-jähriges Bestehen, dazu ist im Oktober eine Reise an den Gardasee geplant.
Acht Kinder betreut derzeit Ingeborg Lotze in ihrer „Tanzklasse“ (so Paulus) in der Grundschule. Am Muttertag hatten sie einen vielbeklatschten Auftritt in Frensdorf, und zum Ende des Schuljahres wurden sie vom Verein zu Kinobesuch und Picknick eingeladen. Zum Jahresabschluss organisierte der Verein die inzwischen fünfte Waldweihnacht. Trotz des unsicheren Wetters waren viele Leute gekommen, und die Vorsitzende berichtete von begeisterten Besuchern.
Trotzdem ist das Fest nicht mehr im Jahresprogramm verzeichnet, denn „wir können es so nicht mehr stemmen“, sagte Cäcilia Paulus. „Es ist ein großer Aufwand und wir werden alle älter.“ Hier meldete sich gleich der Bürgermeister zu Wort und bot die Unterstützung des Bauhofs an. Die Waldweihnacht sei ein über Großenseebach hinaus gehendes Event und solle beibehalten werden, sagte er. Dieser Meinung waren auch die meisten der rund 20 anwesenden Mitglieder, die ihre Hilfe zusagten.
Einige schlugen vor, die Kerwaburschen und andere Vereine für die Mithilfe zu gewinnen oder alle Mitglieder anzuschreiben. Die Vorsitzende ließ vorerst offen, ob die Waldweihnacht wieder gefeiert wird. Zunächst wird ein Aufruf im Mitteilungsblatt veröffentlicht und abgewartet, ob sich Helfer melden.
Auf treue Mitglieder kann sich der Verein jedenfalls verlassen. Seit 25 Jahren sind Renate Beyerlein Katrin Breu, Renate Lotter und Tina Panebarco, für die Inge Mirschberger die Auszeichnung entgegennahm, passive Mitglieder.
Seit 25 Jahren tanzen Ingeborg und Friedrich Hückel, Brigitte und Volkmar Krestel, Karoline Schmidt, Anna Schockel und Robert Hesl, der auch seit 25 Jahren die Protokolle schreibt. Ebenso lange schon zeigt ihnen Petra Hesl als Tanzmeisterin die richtigen Schritte.

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