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Das im November nach Umbau durch des Hausbesitzer Hans Birnbaum wiedereröffnete Traditionshaus hat offenbar einen guten Start hingelegt. Dies sagt zufrieden der Pächter Andreas Bockel, ehemaliger Küchendirektor im Hotel HerzogsPark. Jedenfalls soll es im Frühjahr in die zweite Phase des Umbaus gehen: Eine Terrasse zur Bewirtung im Freien soll entstehen, darunter ein Parkdeck. Nur: Die Stellplätze dort reichen nicht aus. Die Erweiterung des Betriebs genehmigt zu bekommen, erfordert laut dem Aurachtaler Bürgermeister Erwin Schopper noch zusätzliche Stellplätze, 14 an der Zahl.
Weder Hausbesitzer noch Pächter, schon gar nicht die Gemeinde möchten dafür die Möglichkeit nützen, die Stellplatz-Pflicht mit Geldzahlung abzulösen. Dann würden die Post-Gäste den Falkendorfer Ortskern zuparken, fürchtet der Bürgermeister.
Schopper hat dem Landratsamt ein gemeindeeigenes Grundstück vorgeschlagen, von dem 300 Quadratmeter abgezwackt und zur Parkfläche ausgebaut werden könnten — so schonend wie es geht. Es handelt sich um eine Wiese an der Aurach, unmittelbar südlich der Brücke an der Straße Richtung Höfen.
Die Behördenvertreter haben bei der Besichtigung abgewinkt: Die Wiese liegt rechtlich etwas im Abseits, sprich nicht innerhalb eines Flächennutzungsplans und so im „Außenbereich“. Für die Aurach-Hochwasser hingegen ist sie zentrale „Anlaufstelle“. Und noch viel schwerer wiegt ihre Einstufung als „Flora-Fauna-Habitat“, also als vom europäischen Recht geschützte wertvolle Naturfläche. Dies macht dort einen Parkplatz unmöglich zu genehmigen, hieß es auf Anfrage von Landratsamts-Sprecherin Hannah Reuter.
Der Bürgermeister sieht die Sache ganz anders. Erwin Schopper würde gern Besitzer und Betreiber des „Bockels“ seitens der Gemeinde die Betriebserweiterung möglich machen — mit echten Parkplätzen, nicht per Ablöse. Er will, sagt er auf Anfrage, die Hoffnung nicht aufgeben, dass eine Ausnahme vom FFH-Recht dort gemacht werden kann. Der Naturschutz dürfe doch die Entwicklung einer Gemeinde nicht behindern.
Alternativflächen, die laut Landratsamt vorgeschlagen wurden, haben laut Schopper alle den entscheidenden Nachteil: Sie gehören Privatleuten, die sich wiederum Hoffnung machen, dass ihre Grundstücke bebaut werden können.
Andreas Bockel hofft auf eine Lösung, sagte er den NN. Seine Kochseminare, das erste über Meerrettich war dieser Tage, seien gut gebucht, er erwarte viele Gäste. Nur dass in Herzogenaurach die Gerüchteküche heißer brodelt als seine, ärgert ihn. Auch wenn es anders behauptet werde: Bei ihm gebe es in allen Gasträumen Steaks, Tischgesellschaften würden nicht getrennt und „Storno-Gebühren“ bei Absagen von reservierten Plätzen gehörten ebenfalls ins Reich der Fabel, nicht in sein Lokal.
