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Vorsitzender Walter Bauer hatte diesem Wettkampf – der als Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft galt – daher äußerst gelassen entgegen gesehen.
In den vergangenen Jahren konnte auf Bezirksebene kein Verein der „Soli“ in dieser Disziplin, die bei Meisterschaften gemeinsam mit dem Kunstradfahren präsentiert wird, das Wasser reichen, worauf man im Verein sichtlich stolz ist. Und auch deutschlandweit ist man eine „Hausnummer“
Der Traditionsverein holte schließlich mit den Frauen 2010 die Deutsche Meisterschaft und 2011 die Vize-Meisterschaft. Bei den Jugendlichen und Schülern gelangen auf Bundesebene jeweils vierte Plätze. Und so blickt man natürlich mit Zuversicht in eine rosige Zukunft. Walter Bauer: „Wenn unsere Schüler/innen uns erhalten bleiben und nach wie vor so fleißig trainieren wie bisher, kommen die zukünftigen Deutschen Meister im Einrad fahren aus Herzogenaurach.“
Immerhin sind von den 250 Mitgliedern, die der Verein aufzuweisen hat, 70, die diesen Sport aktiv und mit großem Erfolg betreiben. Diese werden von zwölf qualifizierten Trainern und Trainerinnen betreut. Allen voran von Sieglinde Herbig-Storl. Sie ist im Verein die Rekordhalterin, was deutsche Meistertitel anbelangt. Von den 48 Titeln, die sich der Verein auf seine Fahne schreiben kann, hat sie allein elf „erfahren“.
Hinter den Erfolgen steckt viel Fleiß und harte Arbeit, bis die Küren sitzen. Vor jedem Wettkampf muss bei den Kampfrichtern eine Liste mit 20 verschiedenen Übungen eingereicht werden. Diese Übungen müssen innerhalb von fünf Minuten genau in der Reihenfolge gefahren werden, wie sie den Kampfrichtern vorgelegt worden sind.
Jede einzelne Übung hat ihren Schwierigkeitsgrad. Je höher der Schwierigkeitsgrad, umso mehr Punkte gibt es dafür. Aber jeder Fahrfehler, jede Abweichung, sei es Absteigen vom Rad oder Zeitüberschreitung, bringt Punktabzüge von der Jury.
Doch alle Einrad-Fahrerinnen der „Soli“, ob in 4er- oder 6er-Reigen, waren konzentriert genug und haben sich am Ende für die bayerischen Meisterschaften am 12. Mai in Bechhofen qualifiziert.
Auch Konstantin Pfeiffer, der als einziger Herzogenauracher Kunstradfahrer (U15) startete, überzeugte mit seiner Übung die Kampfrichter und holte sich ebenfalls die Berechtigung, bei der „Bayerischen“ zu starten.

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