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Faktor der Harmonisierung in Adelsdorf

Mit einem Festzug feierte Adelsdorf die zehnjährige Freundschaft mit Feldbach - 16.09.2017 13:30 Uhr

Die zehnjährige Freundschaft mit Feldbach wurde mit einem Festzug mit den Adelsdorfer Musikanten gefeiert. © Niko Spörlein


Die Feldbacher kamen nach einer achtstündigen Busfahrt in Adelsdorf an und wurden zunächst im Schlossgarten mit einem Gläschen Sekt in Empfang genommen, um hernach mit den hiesigen Vereinen samt Fahnenabordnung und dem großen Ensemble der Adelsdorfer Musikanten durch den Ort Richtung Festhalle zu marschieren.

Dort angekommen, begrüßte Elke Schönwald (Moderatorin des Abends) die zahlreichen Gäste, darunter auch Landrat Alexander Tritthart, die Bundestagsabgeordnete Martin Stamm-Fibich, die beiden Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt und Walter Nussel und auch die hiesigen Geistlichen, Jens Arnold und Thomas Ringer.

Schon da erkannte man schnell, dass hier eine Partnerschaft nicht einfach bloß am Papier steht, sondern, dass sich hier Freunde gefunden haben. "In Zukunft treffen sich nicht mehr ein Österreicher und ein Deutscher, sondern Franz und Hans", meinte der damalige Adelsdorfer Bürgermeister Armin Goß bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages vor zehn Jahren.

Erstmals war bei der Delegation (28 Personen) aus der Südoststeiermark auch der Amtsnachfolger von Kurt Deutschmann (SPÖ), der Bauingenieur Josef Ober (ÖVP) mit dabei, der nach der dortigen Kommunalwahl 2015 die bis vor zwei Jahren noch rund 4600 Einwohner zählende "Blumenstadt" so richtig umkrempelte.

Ober führte die von Deutschmann schon eingeleitete Gebietsreform fort und auch Feldbach wurde "Das Neue Feldbach" mit gut 14 000 Einwohnern. Man müsse es ihm nachsehen, sagte der steirische Bürgermeister in der Aischgrundhalle, dass er sich nach der Amtsübernahme erst einmal einen Überblick verschaffen musste und nicht gleich nach Adelsdorf eilte.

1. Stoßen im Schloss auf die Partnerschaft an: v.li. Dieter Schönwald, Fischkal, Ober, Rebernik. © Nikon Spörlein


Da staunte der neue Bürgermeister wohl nicht schlecht, als er vom Freundeskreis-Vorsitzenden (Adelsdorf), Dieter Schönwald, hörte, jene Verbindungen würden bis in das Jahr 1976 zurückgehen, zwar nicht offiziell, aber privat und freundschaftlich. Und dies sei darauf zurückzuführen, weil der Adelsdorfer Feinkostunternehmer Herbert Hörrlein in Feldbach seine Zelte (und die Produktion) aufschlug und bis heute die bekömmliche "Scharfe Wurzel" bis heute bearbeitet und vertreibt.

Hörrlein und Feldbach seien quasi der lebende Beweis für ein ausgesprochenes Erfolgsmodell, meinte Schönwald, denn seit Hörrlein in der Steiermark unternehmerisch tätig ist, wurde ständig Kontakt in das Nachbarland gehalten. "Diese Partnerschaft ist ein Faktor der Harmonisierung in einem aktuell recht aufgewühlten Europa", so Schönwald.

Bevor Bürgermeister Fischkal das Mikrofon ergriff, spielten die Adelsdorfer Musikanten das Lied "Ein Freund, ein guter Freund". Auf dieser Basis pflege man bis heute die kommunale Partnerschaft, die vor allem durch die Aktivitäten der beiden Freundeskreise belebt werde. "Hier wird gezeigt, wie Europa gelebt wird", meinte Fischkal.

Der Feldbacher Bürgermeister Ober griff diesen Satz von Fischkal auf und meinte: "Wir denken die EU mit unseren Mitteln, mit Intelligenz und Herzblut richtig". Man habe zusammen schon viel bewegt, so Ober, der sich außerordentlich darüber freute, dass die Tische in der Aischgrundhalle alle mit rot-weiß-roten Fahnen eingedeckt waren.

Schon saßen der Vorsitzende des Freundeskreises (Österreich), Alfred Rebernik, und Dieter Schönwald zusammen und schmiedeten die kommenden Austauschprogramme. 

NIKO SPÖRLEIN

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