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„Gleichberechtigung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt “, das ist für sie die Herausforderung der Zukunft.
Zwar habe die Gleichstellung durchaus Fortschritte gemacht - bis 1957 bestimmte nur der Mann den Wohnsitz, bis 1977 konnte er der Frau die Erwerbstätigkeit verbieten – aber im Schneckentempo. Dies müsse sich grundlegend ändern. Frauen haben heute einen besseren Bildungsabschluss, wollen und müssen sich ihren Unterhalt selbst verdienen, aber immer noch sind Familie und Beruf schwer vereinbar.
Die Ehe ist heutzutage keine Versorgungseinrichtung mehr. Nach einer Scheidung hat die Frau nur einen Unterhaltsanspruch bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. Zumeist begnügt sich die Frau jedoch mit einem nicht sozialversicherungspflichtigen Minijob. Das hat fatale Folgen für die Renten.
„Die Altersarmut ist weiblich“, so ihr Fazit. Die durchschnittliche Rente in Bayern beträgt 970 Euro bei Männern, aber nur 450 Euro bei Frauen.
Defizite sieht sie auch in der weiblichen Präsenz in den Führungsetagen der großen Unternehmen, aber auch im universitären Bereich. Immer noch liegt der Frauenanteil beispielsweise bei den Professoren nur bei zehn bis zwölf Prozent.
Ihre klaren Forderungen: Frauenquote, Mindestlohn, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Ausbau der Kinderbetreuung und paritätisches Elterngeld.
Die 2. Bürgermeisterin Renate Schroff konnte sich diesen Forderungen nur anschließen. Ihre Recherchen in Herzogenaurach ergaben auch einen geringen Frauenanteil in Führungspositionen, aber das Umdenken habe bereits eingesetzt.
Adidas will bis 2015 den Anteil der Frauen auf der Führungsebene von 26 auf 35 Prozent steigern und Puma sogar von bisher 36 auf 40 Prozent. Bei der Stadt Herzogenaurach arbeiten 50 Prozent Frauen und immerhin sind vier von neun Amtsleiterposten mit Frauen besetzt.
26 Frauen von Dezibella, dem Erlanger Frauenchor, sorgten mit ihren Liedern für eine etwas andere Form der musikalischen Umrahmung. Der 1996 gegründete Chor, unter der Leitung von Eva-Maria Noé, unterhielt die Zuhörer mit originell arrangierten Stücken.
Da gab es etwa: Einen Jodler aus Lappland auf Sämisch, Lollipop mit zum Thema passend gestaltetem Text und natürlich „Brot und Rosen“ – das Lied der Frauenbewegung.
„Einen klasse Frankenwein für eine klasse Frau“ – und keine Blumen gab es von der stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Rita Dankers für Natascha Kohnen.
