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Gefordert wie noch nie

Shorthorns wahren weiße Weste mit 75:73-Zittersieg - 27.01.2013 18:37 Uhr

HERZOGENAURACH  - Selten hat man im Herzogenauracher Basketball eine derart erfolgreiche Saison erlebt. Dass dies sogar in der Regionalliga der Damen geschieht, das hätte keiner zu träumen gewagt. Aber der Traum ist wahr - und die Shorthorns bleiben auch nach dem Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Friendsfactory Jahn München II ungeschlagen, haben jetzt eine Bilanz von 28:0 Punkten und liegen nun schon klar vor dem FC Bayern München in Front.

Erleichterung und Freude sind den Shorthorns anzusehen: Laura Angerstein (Nummer 5) hat mit ihrer Nervenstärke an der Freiwurflinie die weiße Weste der TSH-Basketballerinnen gewahrt.
Erleichterung und Freude sind den Shorthorns anzusehen: Laura Angerstein (Nummer 5) hat mit ihrer Nervenstärke an der Freiwurflinie die weiße Weste der TSH-Basketballerinnen gewahrt.
Foto: Ralf Rödel
Erleichterung und Freude sind den Shorthorns anzusehen: Laura Angerstein (Nummer 5) hat mit ihrer Nervenstärke an der Freiwurflinie die weiße Weste der TSH-Basketballerinnen gewahrt.
Erleichterung und Freude sind den Shorthorns anzusehen: Laura Angerstein (Nummer 5) hat mit ihrer Nervenstärke an der Freiwurflinie die weiße Weste der TSH-Basketballerinnen gewahrt.
Foto: Ralf Rödel

Doch wie das Ergebnis von 75:73 schon sagt, war das Spiel alles andere als eine Machtdemonstration der TSH, vielmehr war es ein Kampf auf Augenhöhe, bei dem die letztlich glücklichere Mannschaft gewonnen hat.

Vorweg muss man sagen, dass die Münchnerinnen, mit der ersten Mannschaft in der 2. Liga vertreten, in dieser Partie wirklich alles aufgeboten hatten, was möglich war und sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Und dies machte sich auch gleich zu Beginn bemerkbar. Angetrieben von der starken Julia Pfettner setzten sich die Gäste schnell ein wenig ab. Auf Seiten der Shorthorns hielt vor allem Ilona Brox dagegen, die mit ihrem unwiderstehlichen Zug zum Korb wie ein Skalpell durch die Münchner Abwehrreihen glitt. Doch auch dies nützte nichts gegen den starken Start der Oberbayerinnen und so führten sie nach den ersten zehn Minuten mit 19:14.


Auch im zweiten Viertel dominierten die Gäste. Den Shorthorns merkte man etwas an, dass sie zuletzt kaum gefordert worden waren. Nach zwölf Minuten hatten die Gäste ihre höchste Führung in diesem Spiel herausgearbeitet. Durch einen Korb der starken Theresa Streng (17 Punkte) führten sie 26:17, und die TSH nahm eine Auszeit. In dieser wurden offensichtlich die richtigen Änderungen vorgenommen, denn plötzlich drehte sich das Spiel. Kerstin Wägner und Regine Brox markierten Punkt um Punkt, und in der Defensive wurde eine „Wand“ aufgebaut, die nur durch vereinzelte Ferndistanzwürfe überwunden werden konnte. So erackerten sich die Shorthorns bis zur Halbzeitpause eine 36:35-Führung.

Angetrieben von Laura Angerstein und Sonja Hildel bauten sie ihre Führung weiter aus. Jetzt hatten sie die richtige Mischung aus Würfen aus der Ferndistanz und brettnahem Spiel gefunden. So erspielten sich die Herzogenauracherinnen bis zur 28. Minute ihre höchste Führung (55:44). Doch wie Basketball nun mal so ist, nämlich ein Spiel der „Läufe“, explodierten nun wieder die Gäste. Vor dem Schlussabschnitt stand es nur noch 57:55 für die TSH.

Die jetzt folgenden zehn Minuten wurden hochdramatisch. Keine Mannschaft konnte sich mehr absetzen. Für die TSH punkteten jetzt vor allem Ilona Brox, Tina Riegner und Kerstin Wägner, während für München Julia Pfettner (15) und Franziska Steiner (12) für Zählbares sorgten. Als es 30 Sekunden vor Schluss 73:70 für die TSH stand, hatte München Ballbesitz. Mit einer sehenswerten Kombination traf Julia Pfettner von der Dreipunktlinie – Ausgleich.

Die TSH nahm eine Auszeit bei noch zwölf Sekunden auf der Uhr. Laura Angerstein wurde freigespielt, zog mit viel Energie zum Korb und wurde gefoult. Das Ergebnis waren zwei Freiwürfe. Beide fielen „unter Zittern“ hinein. Noch hatte der Gast drei Sekunden Zeit, kam aber in keine gute Wurfposition mehr, so dass Shorthorns und Fans gemeinsam jubeln durften.

Trainer Christian Braun: „Das war mit Abstand das schwerste Spiel der Saison und wir haben es gewonnen. Wir haben es uns vor allem in der ersten Halbzeit selbst schwer gemacht, aber zum Glück haben wir uns rechtzeitig gefangen. Auch wenn es kein schönes Spiel war, am Ende zählt der Sieg. Deshalb Kompliment an mein Team, das sich trotz erbitterter Gegenwehr nie aufgegeben hat. Jetzt wird unsere Hauptaufgabe darin bestehen, weiter konzentriert zu bleiben und nicht hochnäsig zu werden.“

Shorthorns: Angermeier, Angerstein 8, Antoszkiewicz, I. Brox 16, R. Brox 9, Geiselsöder, Heinz 7, Hildel 10, Klisanic 4, Riegner 9, Wägner 12, Wittmann.

  

psi


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