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Sonntag, 20.01.2019

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Gut gelocht an den nagelneuen Tischen

Sechs Herzogenauracher Billardspieler in der Zwischenrunde der German Pool Masters - 30.12.2018 14:16 Uhr

Groß aufgetrumpft haben die Herzogenauracher (hier Adrian Schug) bei den German Pool Masters. © Foto: Thomas Welker


Die zwei Turniertage inklusive Trickstoß-Show der Weltklasse (wir berichteten) waren zum Jahresende der Saisonhöhepunkt für den BC ’97, der ein ohnehin gelungenes Sportjahr hinter sich hat, wie Vorsitzender Klaus Richter auflistet: Die erste Mannschaft führt die Tabelle der Verbandsliga an, die "Zweite" ist auf Platz zwei der Landesliga, die "Dritte" und "Vierte" belegen die Ränge zwei und drei in der Bezirksliga, und auch die "Fünfte" steht als Zweite der Kreisliga exzellent da.

Die erste Snookermannschaft steht im gesicherten Mittelfeld der Bayernliga, die zweite Vertretung ist Zweiter der Bezirksliga.

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Fliegende Bälle am Billardtisch: Trickshot-Weltmeister zu Gast in Herzogenaurach

Sechsmal steht er im Guinness-Buch der Rekorde - und das, obwohl er mit dem klassischen Pool-Billard erst vor Kurzem angefangen hat: Der 30-jährige Trickstoß-Weltmeister Florian "Venom" Kohler war zu Gast beim Billardclub '97 in Herzogenaurach.


Richter setzt große Hoffnungen in das Aushängeschild der Pool-Abteilung: Nach der Regionalliga sei durchaus noch ein Aufstieg drin, das Team besitze durchaus Zweitliganiveau. Die Akteure kommen aus dem Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen und haben internationales Flair: Griechenland, Rumänien, Italien – Poolbillard wird eben überall gerne gespielt.

Beim BC ’97 zurzeit auch sehr erfolgreich, was das gute Abschneiden bei der Vorrunde der German Pool Masters beweist, die heuer zu Ehren der verstorbenen Herzogenauracher Cheftrainerin Ulla Reith nach dieser benannt wurden.

Gespielt wurde in Sechsergruppen Multiball, das heißt drei Disziplinen, auf fünf Gewinnspiele: Jeweils zwei Partien 10-Ball, 9-Ball und 8-Ball, wobei die Letztgenannte die Variante ist, die Otto Normalbürger aus dem Nebenzimmer der Gaststätte kennt: Ein Spieler hat die vollen farbigen Kugeln, der andere die "halben", am Schluss muss die schwarze versenkt werden. Schwierig wird das besonders für Anfänger dadurch, dass man auch das Loch ansagen muss, in das die Kugel fallen soll.

Laut Richter ist das das taktischste Spiel, während bei 9- und 10-Ball keine "gegnerischen" Kugeln als Hindernisse auf dem Tisch und die Bälle nach aufsteigender Ziffer abgeräumt werden können. Hat nach den drei genannten Runden kein Spieler die fünf Punkte erreicht, geht das Ganze noch mal von vorne los.

Auf den nagelneuen Tischen (Richter: "Nach 20 Jahren war das mal fällig") trumpften die Lokalmatadoren groß auf: Acht BC-Akteure wagten sich in den bundesweiten Wettbewerb, sechs von ihnen zogen in die nächste Runde ein. Besonders eindrucksvoll gelang das Alexander Marinkovic, Evangelos Vettas und Patrick Kratochvill, die jeweils Gruppensieger wurden. Als Zweite kamen Dorin Iusan, Ceyhun Can und Julian Gärtner weiter. Adrian Schug als Dritter und Frank Egerter als Vierter schieden aus.

Die Herzogenauracher Billardspieler können also mehr als zufrieden sein, nur ein Problem haben sie: Nachwuchs ist schwer zu finden. Klaus Richter: "Wenn Eltern für ihre Kinder einen Sport aussuchen, dann meistens einen, bei dem sich die Kleinen richtig auspowern können. Da ist Billard nicht ganz das Richtige, obwohl ein Turnier, bei dem man fünf bis sechs Stunden am Tisch steht, auch ganz schön an die Kondition geht."

  

Holger Peter E-Mail

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