Montag, 19.11.2018

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Hannberg: Rekord beim Lauf für Uganda

555 Teilnehmer in Hannberg auf der Strecke — Teils mit Kinderwagen oder Atemmaske - 10.06.2018 16:20 Uhr

Auf geht’s für einen guten Zweck: In Hannberg gehen auch viele Kinder auf die Strecke. Mit ihrem Startgeld unterstützen sie ein Projekt in Uganda. © Berny Meyer


Ob Sportler oder Hobbyläufer, Kind oder Rentner: Es war ein Event für alle Generationen. Und jeder hat etwas Gutes getan, denn mit dem Startgeld wird wieder das Uganda-Projekt der Pfarrei Hannberg unterstützt. "Wir können damit etwas dazu beitragen, dass es den Leuten dort besser geht", erklärt Stefan Reinmann, Mitorganisator und Vorsitzender des zuständigen Sachausschusses für Mission, Entwicklung und Frieden der Pfarrei.

Eine Zeitmessung für die Läufer gab es nicht, denn der gute Gedanke hinter der Laufaktion stand im Vordergrund. Es ging darum, bei einer guten Sache dabei zu sein und ins Ziel einzulaufen. Und so bekam auch die zweijährige Rebecca beim Bambinilauf regen Applaus, als sie zusammen mit Papa Manuele als Letzte die Ziellinie überquerte.

Viele Kinder hatten sich auf die vorgesehene 750 Meter lange Strecke gewagt. Die Eltern Katrin und Roland Nendel zum Beispiel freuten sich über ihren kleinen Johann, der zusammen mit seiner Fußballmannschaft der Heßdorfer G-Jugend am Lauf teilnahm.

Von zwei bis 79 Jahren

Auch beim 1,5-Kilometer langen Schülerlauf gab es viele motivierte Beteiligte wie den zwölfjährigen Tizian. Vater Markus war stolz auf seinen Schützling, der beim letzten Lauf soviel Spaß gehabt hatte, dass er heuer glatt wieder mitmachen wollte. Der Vater findet gut, dass sich schon Kinder so engagieren würden.

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Laufen für Uganda in Hannberg

In Hannberg gingen zahlreiche Läufer an die Startlinie des "Hannberg-Laufs". Durch die Startgelder werden Projekte in Uganda unterstützt.


Beim Hauptlauf zählte eine 2,5- Kilometer-Strecke als eine Runde, wobei jeder Läufer selbst entscheiden konnte, ob er eine oder bis zu vier Runden in Angriff nahm.

Rund 100 der Starter wagten sich bei äußerst sommerlichen Temperaturen an die Zehn-Kilometer-Marke.

Die jüngsten Teilnehmer des Uganda-Laufes zählten ein Alter von gerade einmal zwei Jahren, der älteste Läufer, Manfred Schmidt, war 79 Jahre alt.

Und jeder konnte starten wie er wollte: Rennen, joggen, Spazierengehen. So sah man auch beim Hauptlauf das ein oder andere Elternteil mit Kinderwagen auf der Strecke, zwei Feuerwehrmänner der Membacher Wehr meisterten eine Runde gar mit Atemschutzgeräten.

Apropos Feuerwehr: Sie sorgte auf Höhe des Schulparkplatzes am Kirchensteig mittels eines angezapften Bodenhydranten für eine kleine Abkühlung. Und natürlich war auch rund um den Lauf einiges geboten. Unter den rhythmischen Beats der Sambagruppe Piranha Social Club aus Herzogenaurach gingen die Läufer in ihre erste Runde, später gab es noch musikalischen Beistand von den Heckenmusikanten.

40 000 Euro sollen in den nächsten drei Jahren aus Hannberg nach Uganda fließen, den gleichen Betrag erbringen die Bürger vor Ort in Arbeitsleistung. Außerdem gibt es nochmal kräftige Zuschüsse vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Mit dem Geld soll nun ein zweites Förderprojekt unterstützt werden. Die bestehende Krankenstation in der Region der Hannberger Partnerpfarrei in Busagula soll um eine Entbindungsstation erweitert werden, erklärte Marga Lauer. Außerdem soll die Aus- und Weiterbildung vor Ort gefördert werden. Und damit die medizinische Versorgung auch im Umkreis der Station eingesetzt werden kann, gibt es zusätzlich ein paar Fahrräder und ein Moped.

Kleine Abkühlung gefällig? Auf Höhe des Schulsportplatzes sorgte die Feuerwehr mit Wasser für eine Erfrischung.


Der Lauf habe dazu beigetragen, dass die Bekanntheit des Projektes extrem gestärkt wurde, erklärt Organisator Stefan Reinmann. Und das offenbar nicht nur in der Gemeinde Heßdorf. Von allerlei Ortschaften waren Laufende gekommen. 100 Leute aus Adelsdorf, wo sogar das Rathaus eine Läufergruppe zusammenstellte.

Am Fuße der wohl schönsten Wehrkirche Deutschlands wurde am Freitag gezeigt, was Sport und Engagement bewegen kann.

  

MAX DANHAUSER

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