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Hemhofen: Grundschule wird viel teurer

Information im Gemeinderat sorgt für Entsetzen - 12.10.2017 08:57 Uhr

Die Generalsanierung der Hemhofener Grundschule wird deutlich teurer als gedacht. © Foto: Niko Spörlein


Die ursprünglichen Kostenschätzungen beliefen sich laut Nagel auf 2,5 Millionen Euro. Nun seien im Zuge der Planungen weitere Wünsche an die Gemeinde herangetragen worden, ferner hätten sich Maßnahmen ergeben, die man im Vorfeld nicht absehen konnte. Demnach müsse man das Brandschutzkonzept überarbeiten; außerhalb der Immobilie liegende Kanäle müssten gänzlich ausgetauscht werden, die Heizung werde den gestiegenen Anforderungen nach umfangreicher dimensioniert, Container seien ebenfalls größer als ursprünglich angedacht. Ergibt eine Kostensteigerung um satte zwei Millionen auf nunmehr 4,5 Millionen Euro.

In diesem Zusammenhang würden auch die Ingenieurleistungen ein Maß erreichen, so dass europaweite Ausschreibungen vorgenommen werden müssten, so der Sitzungsleiter, der in dieser Angelegenheit zusammen mit seiner Verwaltung auch schon bei der Regierung von Mittelfranken als Zuschussgeber vorstellig wurde. Mithin werde ein Baubeginn 2018 wohl auch nicht eingehalten werden können, da eine europaweite Ausschreibung Monate dauere.

Sondersitzung gerechtfertigt

"Ich bin regelrecht entsetzt", meldete sich Thomas Koch (Freie Wähler) zu Wort. Man könne solch horrende Mehrkosten nicht beiläufig unter Informationen erwähnen, meinte Koch, vielmehr sei eine Sondersitzung des Gemeinderates gerechtfertigt. Wenn man verschiedene Planungsleistungen in Etappen ausführen lasse, würde man wohl, so Koch, eine europaweite Ausschreibung umgehen können. Thomas Koch erinnerte auch an die nicht gerade rosige Haushaltslage der Gemeinde und fragte in das Gremium: "Können wir uns das überhaupt noch leisten?"

Letztere Frage blieb unbeantwortet. Von einer Teilung der Planungsleistungen habe die Regierung abgeraten, da die erwarteten zwei Millionen Euro Zuschüsse dann infrage gestellt werden könnten, hieß es. Jutta Emrich (SPD) sprach in diesem Zusammenhang von einer "seltsamen und befremdlichen Vorgehensweise"; Lutz Bräutigam (Grüne) forderte bezugnehmend auf die Einwände von Thomas Koch, man solle die Sache ganz in Ruhe, in einer Sondersitzung, besprechen.

Letztlich erinnerte der Bürgermeister daran, dass dies nur eine Information sei, man keine Beschlüsse fassen müsse. Laut Ludwig Nagel werde der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen über die weitere Vorgehensweise entscheiden. 

NIKO SPÖRLEIN

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