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Donnerstag, 20.09.2018

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Hessdorf: Sicherheit im "Park"

Neue Vorschläge für Autoverkehr und Fußgänger - 10.04.2018 14:00 Uhr

An dieser Stelle schlägt Apothekerin Adelinde Reinhardt einen Zebrastreifen zum gegenüber liegenden Parkplatz vor – auch als Abschreckung für Lastwagenfahrer auf Parkplatzsuche. Hinter der Lkw-Plane hängt übrigens das Parkverbotsschild. © Rainer Groh


Wild parkende Lastzüge längs der Haupterschließungsstraße, Linksabbieger-Rückstau an der Ausfahrt, verunsicherte Fußgänger ohne einen "Leitweg" über die Straße, zwei genau gegenüber liegende Parkplatz-Aus- und Einfahrten — es gibt eine ganze Anzahl verbesserungswürdiger Gegebenheiten in dem geschäftlich gut florierenden Gebiet.

Leute, die von Berufs wegen dort regelmäßig sind, wagen keine Prognose, wann ein ernster Unfall dort passiert. Adelinde Reinhardt, Inhaberin der Apotheke im Nordteil des Gebiets neben dem McDonald’s-Restaurant, hat vor kurzem selbst einen Beinahe-Unfall mit einer Fußgängerin erlebt. Sie ist daraufhin bei ihrem Vermieter und auch bei den Nachbarn aktiv geworden und hat — mit positiven Signalen von den Nachbarn — einen Vorschlag für mehr Fußgänger-Sicherheit gemacht, den Heßdorfs Bürgermeister Horst Rehder gleich aus mehreren Gründen äußerst attraktiv findet.

Kernpunkt ist ein gekennzeichneter Fußgänger-Überweg von der Südseite der Erschließungsseite auf deren Nordseite, wo Adelinde Reinhardts Apotheke liegt, McDonald’s, das Bäckerei-Café von "Der Beck" und eine Reihe weiterer Geschäfte. Dieser Zebrastreifen soll die Straße auf der Höhe des Asien-Restaurants überqueren und auf dem Parkplatz vor der Apotheke enden. Auf der Südseite ist dort der Randstein des Gehwegs schon abgesenkt, die Stelle also günstig und kostengünstig.

Die Fahrbahn auf dem Parkplatz (r.) soll künftig zum Ausfahren Richtung Westen (hinten) genutzt werden. © Fotos: Rainer Groh


Durchaus erwünschter Nebeneffekt: Der Zebrastreifen führt dann auch über den Streifen an der Straße, auf dem regelmäßig und tagelang Lastwagen parken. Deren Fahrer ignorieren das — auch winzig kleine — Schild mit dem absoluten Halteverbot geflissentlich und sind, da meistens osteuropäischer Herkunft, schwer mit einem "Knöllchen" zu belangen. Parken trotz Verbots und auch noch auf einem Zebrastreifen würde das Verkehrs-Vergehen auf eine andere Sanktionsebene heben und — so die Hoffnung der Apothekerin — die Lkw-Fahrer doch vom Parken abschrecken. Zusammen mit einer Neugestaltung der Einfahrt in den Parkplatz und einer Einbahn-Regelung für die Autos sollten sich einige Gefahrenpunkte doch entschärfen lassen.

Diese Hoffnung teilt Horst Rehder. Der Bürgermeister sagte auf Anfrage, über eine andere Verkehrsführung denke man in der Gemeinde nach. Der von Adelinde Reinhard ins Gespräch gebrachte Zebrastreifen vor dem asiatischen Restaurant sei eine clevere Ergänzung dessen, was schon im Gespräch ist und vom Gemeinderat noch nicht entschieden, sondern in den Verkehrsausschuss Anfang Mai verwiesen worden ist.

Demnach soll die östliche Zufahrt zu den Parkplätzen auf der Apothekenseite verengt und nur noch als Einfahrt freigegeben werden, nicht mehr als Ein- und Ausfahrt. Die Fahrbahn auf dem Parkplatz parallel zur Erschließungsstraße soll einbahnig als Ausfahrt westwärts genutzt werden, die Autos so auf Höhe der Spielhalle wieder auf die Erschließungsstraße dürfen.

Verbunden mit einem Ausbau der Abbiegespur an der Ampel-Mündung ließe sich manch chaotische Situation vermeiden, meinen Rehder und Reinhardt übereinstimmend. Die meisten Eigentümer seien auch einverstanden, ein Gehweg vom "Rewe-Parkplatz" Richtung Zebrastreifen zudem möglich. Die erforderlichen vier Lkw-Stellplätze würde dieses System ebenfalls gewährleisten — und die überzähligen hoffentlich "vergraulen" helfen. 

RAINER GROH

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