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Höchstadt: Fest der Begegnung

Interkultureller Frühschoppen auf dem Kellerberg - 01.08.2016 06:00 Uhr

Frauen aus Äthiopien zeigen, wie in ihrer Heimat Kaffee zubereitet wird: vor den Augen der Besucher werden die Bohnen in einer kleinen Pfanne geröstet. © Paul Neudörfer


Auf dem Kellerberg ist der Brückenschlag jedenfalls gelungen, den Michael Nitsche von der „Musiggfabrigg“ und Karsten Wiese, Vorsitzender des Kellerbergvereins, als Ideengeber der Veranstaltung im Sinn hatten. In zwangloser Atmosphäre begegnen sich die in Höchstadt lebenden Flüchlinge und Einheimische am Petersbecks-Keller, um gemeinsam Musik zu hören und miteinander ins Gespräch zu kommen. Doch es sollte auch Verständnis wachsen für die Neuankömmlinge, die in Höchstadt Fuß fassen und dazugehören möchten.

Sie gestalten den Vormittag deshalb aktiv mit. Eine Gruppe syrischer Asylbewerber hat eine Informationstafel vorbereitet, um die Situation in ihrem Herkunftsland deutlich zu machen. Bereitwillig beantworten sie die Fragen interessierter Besucher. An einem anderen Stand rösten Frauen aus Äthiopien Kaffeebohnen frisch vor den Augen der Gäste.

Hilfestellung dabei gibt es von den Helfenden Händen, dem Helferkreis der Stadt Höchstadt. Sie unterstützen die Flüchtlinge auch im Alltag in vielfältiger Weise. Das kann Martina Ringler, Koordination der Helferkreise Asyl im Landratsamt, bestätigen. Ringler vermittelt Freiwillige im ganzen Landkreis in passende Einsatzfelder und begleitet Ehrenamtliche bei ihren Aufgaben. Dass diese zahlreich sind, wenn Integration gelingen soll, weiß auch Gudrun Gumbrecht vom Staatlichen Berufsschulzentrum Herzogenaurach-Höchstadt. Sie kümmert sich um die Berufsintegrationsklassen, in denen junge Menschen aus anderen Ländern der Weg zum Erlernen der deutschen Sprache und in die Arbeitswelt geebnet werden soll.

Doch was bewegt die Menschen, die in Höchstadt Aufnahme gefunden haben? Das erzählen drei Flüchtlinge vor aufmerksamem Publikum selbst, berichten von sich und ihren Schicksalen. Die Begegnung „Weißwurst meets Falafel“ scheint geglückt — ein gutes Signal für die Stadt, die bald ein wegweisendes Integrationszentrum beherbergen will. 

Silvia Schulte

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