Donnerstag, 15.11.2018

|

Kanal, Gehweg und Schule: Hannbergs viele Baustellen

Nur am Dorfplatz ruhen die Arbeiten weiter — Gemeinde wechselt Firma - 11.05.2018 07:02 Uhr

Im Altbau des Schulhauses wird entkernt, ein Klassenzimmer ganz abgerissen. © Berny Meyer


Der Stillstand tut Bürgermeister Horst Rehder leid, wie er auf Anfrage sagt. Es gebe zwar Licht am Ende des Tunnels, denn die Gemeinde habe der Bauträgerschaft übernommen und wechsle auch die ausführende Firma. Doch abermals werden die Hannberger Kirchweih mit Bauzaun um den Dorfplatz feiern. Der Grund sind, so Horst Rehder, die Vetragsverhandlungen mit dem Unternehmen, von dem man sich trennen will. Hier will sich die Gemeinde rundum absichern um vor Nachforderungen oder Regress sicher zu sein.

Zwei der Hannberger Baustellen. Links die Arbeiten am Gehweg Richtung Röhracher Brücke. Auf dem rechten Bild das Entkernen des Altbaus der Schule. © Fotos: Berny Meyer


Für die Stufen, die den Dorfplatz begrenzen werden, braucht es individuell geformte Betonsteine, die jetzt eine andere Firma beschaffen und einbauen soll — ganz ähnliche Steine, wie nämliches Unternehmen auch schon auf dem Röttenbacher Rathausplatz verbaut.

Über das gemeinsame Planungsbüro GBI kam die Neuausrichtung zustande, die, so Rehder, die Baustelle bald wieder in Schwung bringen soll. Allein: Die Steine haben eine Lieferzeit von sechs bis zehn Wochen.

Voll im Schwung sind die Arbeiter bereits im ältesten Gebäudeteil des Hannberger Schulhauses. Dieser Anbau wird zurzeit entkernt, ein ebenerdiges, nicht unterkellertes Klassenzimmer abgerissen. In die Schule soll, wie mehrmals berichtet, ein Mehrgenerationenhaus integriert werden. 75 Prozent der Ausschreibungen sind auf dem Weg, sagt Bürgermeister Rehder, das restliche Viertel in Arbeit. Bekanntlich treiben die Baupreise die Kosten, doch hat sich der Gemeinderat entschieden, das sozial- und familienpolitische Projekt trotzdem anzugehen. Zehn bis 30 Prozent, so Rehder, liegen die eingehenden Angebote über den Schätzungen der Planer.

Eine mehrwöchige Sperrung müssen die Autofahrer an der Kreisstraße Richtung Röhracher Brücke hinnehmen. Am Ortsausgang wird ein Gehweg gebaut. "Wir haben gehofft, dass eine halbseitige Sperrung reichen würde", sagte Bürgermeister Horst Rehder, doch das sei aufgrund der Enge der Straße nicht möglich gewesen. Rund sechs Wochen Sperrung sind vorgesehen, "vielleicht geht es auch ein bisschen schneller." Ein paar Meter weiter, genau am Ortsausgang, ist, wie berichtet, noch eine weitere Baustelle: der Bau der Druckabwasserleitung von Hannberg nach Erlangen. Dafür ist allerdings keine Straßensperrung nötig.

Die Rad-Verbindung von Hannberg nach Heßdorf ist inzwischen umgeleitet. Der Weg führte bislang quer durch das Grundstück, auf dem das neue Feuerwehrzentrum entsteht, dessen Erschließung laut Rehder demnächst beginnt. Nun wurde er am Rand des Grundstücks um das künftige Feuerwehrhaus herumgeführt — ein Umweg mit drei rechtwinkligen Kurven für die Radfahrer. Knackpunkt ist das Ende des Wegs an der Erlanger Straße. Man will, so Rehder mit dem Besitzer des benachbarten Supermarkt-Grundstücks verhandeln, die gefährliche Ecke aufzuweiten, eventuell die Radler durch Absenken des Bordsteins auf die Erlanger Straße fahren zu lassen. 

rg / mk

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Hannberg