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120 Sängerinnen und Sänger aus 21 verschiedenen Chören priesen Gott mit Hymnen und Psalmen. Gerald Fink wählte die Form der lutherischen Vesper, bestehend aus Wortverkündigung und Gesang. Nach Eingangslied stimmte der Frauenchor mit Psalm 98 sein jubilierendes »Singet dem Herrn ein neues Lied« an.
Getragen der Männerchor mit Psalm 99, um dann stimmgewaltig als gemischter Chor in »Jauchzet dem Herrn« den ganzen Kirchenraum zu erfüllen. Karl-Heinz Röhlin, Rektor des Pastoralkollegs der ELKB Neuendettelsau, stellte in seiner anschließenden Predigt zum Hirtensonntag die Frage »Wem können wir vertrauen?«. Drei Prüfsteine, symbolisiert durch drei Riesenwürfel, gaben die Antwort. »Der gute Hirte lässt sein Leben« – er steht für seine Überzeugungen ein. »Der gute Hirte lässt Taten sprechen« – nicht Worte, sondern Taten sind wichtig. Und zuletzt: »Der gute Hirte kennt seine Leute« – die Menschen liegen ihm am Herzen.
Die drei aus der alten Kirche übernommenen Glocken inspirierten Gerald Fink zu drei instrumentalen Meditationen. Der 17-jährige Niklas Fritz von der Stadtjugendkapelle durchschritt dabei spielend auf seiner Oboe die Kirche, teilweise instrumental begleitet von Fink auf der Orgel.
Nicht auftrumpfend, aber triumphierend setzte der Chor mit dem Magnificat den Höhepunkt des Konzerts. Nicht weniger eindrucksvoll das mehrstimmige »Vater unser« und der abschließende Abendsegen.
»Beim Komponieren hatte ich die Vorstellung, dass die neue Kirche durch die vielen Chorstimmen von innen zu leuchten beginnt«. Dies ist dem Komponisten offenbar gelungen. Mit tosendem Applaus bedankte sich das Publikum bei dem Komponisten, dem Chor und den Instrumentalisten. Mit der Zugabe »Jauchzet dem Herrn, alle Welt« beendete der Chor einen erfolgreichen Konzertabend.
MARGOT JANSEN
