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Der SPD-Stadt- und Kreisrat, der es nie an Profil hat fehlen lassen, beging diesen mit einem Frühschoppen beim Beutelsdorfer Gerch mitten zwischen den Kartelrunden. Denn der Herzogenauracher gibt nicht nur gern ein ordentliches Kontra in diversen Gremien, sondern auch beim Schafkopf.
Parteifreund und Bürgermeister German Hacker hat den Jubilar — vielleicht — mit seiner Aufwartung überrascht. Und Amtsvorgänger Hans Lang (CSU) auf die Fahrt nach Beutelsdorf mitgenommen. Der Eitels Koarla habe schließlich sie beide schon gepiesackt, meinte Hacker lächelnd.
Am Tisch beim Gerch gaben sich aber höchstens die Zwiebeln auf dem Bratwurst-Gehäck bissig, und es war auch keine Streitfrage, dass in manchen Gegenden Frankens der rote Presssack auch schwarzer Presssack heißt. Schließlich war der rote Eitel bis 1969 ein Jungunionist, Vize-Landeschef des Rings christlich demokratischer Studenten (RCDS).
Franz-Josef Strauß hat ihm die CSU vergällt und Willy Brandt ihm die SPD schmackhaft gemacht. 1972 wurde er in den Stadtrat gewählt — in die erste SPD-Oppositionsfraktion.
Irgendwie schicksalhaft: Konrad Eitel macht seit 40 Jahren Oppositionsarbeit. Selbst jetzt noch, meinen böse, doch geneigte Zungen, obwohl die Roten ja in Stadt und Kreis das Sagen haben. Zwei Mal hat er für das Bürgermeisteramt kandidiert, drei Mal für den Landratsposten — vergeblich jedes Mal.
Seine Parteifreunde kamen in Gestalt des Ortsvorstands mit Dieter Breyer, Rita Dankers und Peter Prokop zum Gratulieren. Weggefährte und Landrat Eberhard Irlinger kam bis 11.15 Uhr nicht, dafür Vereinsvertreter, unter anderem von Kolping und der Turnerschaft, Verwandtschaft und Freunde.
