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Leichter über ,Hürden‘

Aktivsenioren und Landratsamt arbeiten zusammen - 29.06.2011 18:46 Uhr

Auch in Aufzügen tauchen für Menschen mit Handicap Hürden auf, die ihnen oft auch große Probleme bereiten können und beseitigt werden müssen.

Auch in Aufzügen tauchen für Menschen mit Handicap Hürden auf, die ihnen oft auch große Probleme bereiten können und beseitigt werden müssen.


Auf diesem Gebiet arbeitet die Behörde Soziales am Landratsamt eng mit den „Aktivsenioren Bayern e.V.“ zusammen. Dieser Verein ist ehrenamtlich tätig, wie Peter Kastner aus Wilhelmsdorf bei Emskirchen betonte. Dieser ist zusammen mit weiteren Kolleginnen und Kollegen für den Bezirk Mittelfranken zuständig.

Das Pflaster vor dem Rathaus ist für Blinde nicht ideal, wenn sie mit ihren Stöcken darüber streichen, wurde festgestellt. Peter Kastner (Mitte mit blauem Hemd) von den Aktivsenioren Bayern e. V. notiert fleißig.

Das Pflaster vor dem Rathaus ist für Blinde nicht ideal, wenn sie mit ihren Stöcken darüber streichen, wurde festgestellt. Peter Kastner (Mitte mit blauem Hemd) von den Aktivsenioren Bayern e. V. notiert fleißig. © Roland Huber


Die „Aktivsenioren“ haben ein Augenmerk auf Leute mit Handicap gerichtet. Diese könnten sich bei ihnen über Zugänglichkeiten vor Ort mit öffentlichen Interesse wie z. B. Rathäuser, Kirchen, Geschäfte, Gaststätten, Apotheken usw. informieren.

Nicht zu groß

Auf Weisendorf habe man sich laut Kastner deshalb geeinigt, weil die Marktgemeinde nicht ganz so groß sei und dennoch einen Behinderten- und Seniorenbeirat habe. Seitens des Landratsamtes war vorgestern Sachgebietsleiterin Dorothea Ackermann mit ihrer Mitarbeiterin Karla dos Reis-Goncalves zugegen.

Beim „Rundgang“ wurde beispielsweise festgestellt, dass das Pflaster vor dem Rathaus für Blinde nicht unbedingt ideal sei, wenn sie ihren Stock darüber bewegen. Ein Auge wurde auch auf Aufzüge und in WC geworfen, wo es auch häufig krankt.

Eine Schulung

Beim Besuch in Weisendorf handelt es sich übrigens um eine Schulung, deren Ergebnisse nun in den Rechner eingegeben werden. Später kann man sich dann im Internet unter „Hürdenlos“ informieren, was der Ist-Zustand ist in den jeweiligen Gemeinden und Städten ist.

Laut Kastner geht es dabei nicht um ein Ranking und schon gar nicht ist es ein Wettbewerb, sondern ausschließlich um Information, die Menschen weiter hilft.

Wenn man in Weisendorf fertig ist, wird Adelsdorf „unter die Lupe genommen“. Bei Geschäften, Apotheken und sonstigen privaten Einrichtungen wird vorher natürlich, wie in Weisendorf übrigens auch, die Genehmigung der jeweiligen Eigentümer eingeholt.

Wer sich näher informieren oder bei den Aktivsenioren mitmachen möchte, kann Peter Kastner in Wilhelmsdorf unter der Nummer (09104) 897835 anrufen. Mitarbeiter müssen allerdings das Berufsleben bereits hinter sich haben. 

LEO HILDEL

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