Freitag, 22.03.2019

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Lkw-Unfall: 18.000 Liter Kleber flossen auf A3 bei Höchstadt

Schadenssumme soll weit über 500.000 Euro liegen - Mann schwer verletzt - 21.02.2019 10:00 Uhr

So sieht es aus, wenn sich rund 18.000 Liter Klebstoff auf einer Autobahn verteilen. Nach einem Lkw-Unfall auf der A3 bei Höchstadt, mussten die Einsatzkräfte am Mittwoch die zähe Masse beseitigen. © EDUARD WEIGERT


Gegen 11.30 Uhr hat ein Lkw-Fahrer am Mittwoch auf der A3 bei Höchstadt den Stau, der sich vor ihm gebildet hatte, zu spät bemerkt. Mit seinem Sattelzug fuhr er auf einen anderen Lastwagen auf. Der Zusammenstoß war so heftig, dass sich das Führerhaus nahezu vollständig in die Ladefläche des vorderen Lkw schob. Der 53-jährige Fahrer erlitt schwere Verletzungen.

Laut Polizei verhinderte die Ladung des vorderen Fahrzeugs - 18 große Kunststofftanks - jedoch sogar weit schlimmere Verletzungen. Denn diese gaben laut Polizei "wie Kissen nach" und so konnte der Mann bei Bewusstsein aus dem völlig demolierten Führerhaus geborgen werden. Die beiden Insassen des vorderen Lkw erlitten nur leichte Verletzungen, sie verzichteten auf eine ärztliche Behandlung.

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Nach Lkw-Unfall bei Höchstadt: 18.000 Liter Klebstoff legen A3 lahm

Am Mittwochmittag hat sich auf der A3 bei Höchstadt ein folgenschwerer Lkw-Unfall ereignet. Ein 53-jähriger Lkw-Fahrer hatte das Stauende vor seinem Sattelzug zu spät gemerkt und fuhr auf einen anderen Lastwagen auf. Der Mann wurde bei der Kollision schwer verletzt, außerdem zerbrachen etliche Kunstofftanks, die der vordere Lkw geladen hatte. Etwa 18.000 Liter Klebstoff verteilten sich daraufhin auf der A3-Fahrbahn in Richtung Nürnberg.


Die Kunststofftanks enthielten allerdings einen flüssigen Kleber und da einige von ihnen bei dem Zusammenstoß zerbrachen, lief der Kleber aus und verteilte sich auf der gesamten Fahrbahn. Laut Polizei handelte es sich um 18.000 Liter Klebstoff. Die A3 in Richtung Nürnberg musste bis in die frühen Morgenstunden gesperrt werden. Erst gegen 3.50 Uhr waren alle Fahrspuren wieder für den Verkehr freigegeben. Autofahrer sollten das Gebiet umfahren.

Die zähe Masse stellt glücklicherweise für die Umwelt keine Gefahr dar. Die Höhe des Sachschadens wird allerdings weit über 500.000 Euro liegen.

Kamera aufgestellt

Um einen zweiten Stau durch Gaffer auf der freien Gegenspur zu verhindern, griff die Polizei selbst zur Kamera: Diese wurde "schussbereit" aufgestellt, um unnötiges Bremsen und Filmen zu fotografieren. Wie die Polizei mitteilte, zeigte die Maßnahme Wirkung - schon bald nahm der Verkehr auf der Gegenseite wieder an Tempo auf.

Der Artikel wurde am Donnerstag um 10 Uhr aktualisiert. 


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