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Longhorns lassen den greifbaren Sieg noch los

1. Basketball-Regionalliga: TSH führen in Dachau mit 62:53, ehe der Faden total reißt — Endstand 68:77 - 22.01. 19:10 Uhr

HERZOGENAURACH  - Da wäre mehr drin gewesen: 13 Minuten vor Schluss führten die TSH-Basketballer der TSH beim Tabellennachbarn in der 1.Regionalliga, den Dachau Spurs, noch mit 62:53 – am Ende stand eine unnötige 68:77-Niederlage.

Mike Kaiser war wieder einmal Topscorer der Longhorns.
Mike Kaiser war wieder einmal Topscorer der Longhorns.
Foto: Ralf Rödel
Mike Kaiser war wieder einmal Topscorer der Longhorns.
Mike Kaiser war wieder einmal Topscorer der Longhorns.
Foto: Ralf Rödel

Umso ärgerlicher ist die Niederlage, weil die Oberbayern an den Longhorns vorbeigezogen sind, die nun den zwölften Rang belegen. Allerdings retteten die Aurachstädter zumindest den direkten Vergleich, da sie das Hinspiel mit 16 Punkten gewannen, was ihnen am Ende der Saison durchaus noch zum Vorteil gereichen könnte.

Das erste Viertel verschliefen die Gäste komplett. Es hatte den Anschein, als ob sie vergessen hätten, den fünften Gang mitzunehmen und so konnten sie dem hohen Tempo der Dachauer nicht standhalten. Vor allem der starke Kenneth Jones (26 Punkte) setzte sich immer wieder gekonnt unter dem Korb durch und brachte seine Mannen schnell in Führung. Auf Herzogenauracher Seite konnten zunächst nur Benedikt Aumeier und Mike Kaiser dagegen halten. Nach dem ersten Viertel führten die Hausherren mit 26:17.



Im zweiten Viertel erwachten die Longhorns jetzt aber wie Phönix aus der Asche. So brachten sie den Spielfluss der Dachauer zu einem jähen Ende. Markus Person drehte jetzt auf, zog unwiderstehlich zum Korb und sorgte für Punkte. Auch der grippegeschwächte Thomas Simon kam fortan besser in die Partie und trug zur Aufholjagd bei. So drehte die TSH in der letzten Minute des zweiten Durchgangs die Partie und ging mit einer 38:36-Führung in die Pause.

Nach der Halbzeit sollte es ähnlich erfolgreich weitergehen. Michael Finger sorgte für Punkte von der Bank kommend und Rajiv Althaus traf aus in direkter Korbnähe. Punkt für Punkt zogen die Aurachstädter davon – bis zum besagten 62:53.

Doch wer jetzt dachte, das Spiel sei gelaufen, sollte sich brutal irren. Wie das Basketballspiel nun mal ist, es verläuft zumeist in Phasen, klappte plötzlich bei den Longhorns nichts mehr, bei den Dachauern hingegen alles. Der sonst kaum Akzente setzende Reservist Andreas Godebauer netzte zwei seiner drei Dreier ein und bis zur Viertelpause waren die Hausherren wieder auf zwei Punkte dran (60:62)

Das letzte Viertel sollte schließlich zu einem einzigen Trauerspiel verkommen. Der Dachauer Korb schien für die Herzogenauracher vernagelt zu sein. Selbst komplett freie Würfe fanden ihr Ziel nicht mehr und bei Dachau lief einfach alles. Marco Hillebracht (16) punktete nun nach Belieben unter dem TSH-Korb, und Jones machte so weiter, wie er es schon das ganze Spiel tat. Mit viel Gewalt rammte er seine Gegenspieler aus dem Weg und schloss dann die freien Korbleger sicher ab. Viele dieser Aktionen waren zwar sehr sehr nahe am Offensivfoul, allerdings hätten die Aurachstädter bei einer besseren Wurfquote und ähnlich guter Verteidigung wie im zweiten und dritten Viertel das Spiel gewinnen können.

Das Trainerduo Angelos Plantzas/Peter Simon war entsprechend frustriert: „Nach dem Big Point in der Vorwoche hätten wir heute einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen können. Aber unsere Spieler sind keine Maschinen und können nicht immer ihre Bestform abrufen. Dass dieses Tief gerade in den letzten Spielminuten passierende, erfordert sicher eine tiefergehende Analyse. Somit heißt es jetzt einfach umso dringlicher, weiter konstant und mit hoher Intensität zu trainieren und wieder zurück zu kommen. Genau das ist das, was Sport ausmacht. Und wir sind uns sicher, dass wir mächtig zurückkommen werden." 



psi

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