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„Nach einigen Wochen der Überlegung“ habe er sich dazu entschlossen, zukünftig als Mitglied der CSU im Gemeinderat zu arbeiten. Bekanntlich sei er vor seiner Zugehörigkeit rund 21 Jahre in der CSU von Forchheim und anschließend in Heßdorf aktiv gewesen.
Weil ihm die Arbeit viel Freude bereite, habe er als „liberaler Konservativer“ eine langfristige Perspektive gesucht und in der CSU eine neue (alte) Heimat gefunden. Die neuen Fraktionskollegen als auch seine früheren langjährigen Weggefährten in ERH und Forchheim hätten diesen Entschluss einhellig begrüßt.
Besonders freue er sich, dass durch die aktive Arbeit der Jungen Union Seebachgrund die politische Nachwuchsarbeit in der CSU Heßdorf groß geschrieben werde. Seine Erfahrungen möchte er gerne an die junge Garde weiter geben, so Martin.
Natürlich hat der Wechsel Martins die CSU im Gemeinderat gestärkt. Das weiß auch der neue Bürgermeister Horst Rehder, dessen Bürgerblock sich auch um den Ex-FDP-ler bemüht habe, zumal auch er in Niederlindach wohnt. Aber auch die anderen Fraktionen hätten den erfahrenen Kommunalpolitiker gern ins eigene Boot geholt, sagt der Gemeindechef: Martin hat laut Rehder bislang zwar häufig mit des Bürgermeisters Bürgerblock gestimmt, aber nicht immer.
Das dürfte jetzt anders werden. Aber der Bürgerblock hat sich mit seinen sechs Räten plus Bürgermeister schon immer eine Mehrheit suchen müssen. Bekanntlich sitzen noch zwei Freie Wähler, vier CSU-ler (jetzt fünf) und drei SPD-Leute im Gremium.
Rehder lobt im Nachhinein Martins professionelle Haltung und wie dieser alle Betroffenen rechtzeitig und offen informiert habe. Der Bürgermeister ist seinen Worten zufolge nach wie vor in der Einarbeitungsphase. Aufgrund seiner Wahl müssen auch Ausschüsse neu besetzt werden, u. a. gilt es, ein Mitglied für den VG-Rat zu bestimmen und den Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses neu zu wählen. Rehder hatte bislang diesen Posten inne. LEO HILDEL
