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Herr Lux, gibt es den „typischen“ Fertighaus-Kunden?
Alexander Lux: Nicht mehr. Früher war das anders. Da gab es schon so etwas wie den „typischen“ Kunden, nämlich die junge Familie. Also ein verheiratetes Paar Ende 20 bis Mitte 30 mit ein bis zwei Kindern oder Kinderwunsch — ein „typischer“ Vier-Personen-Haushalt also. Heute ist das viel differenzierter. Es kommen viele — auch unverheiratete — Paare mit und ohne Kinder, Senioren, die nochmal bauen wollen, oder gleichgeschlechtliche Paare. Die Fertighäuser haben einen Imagewechsel durchgemacht. Deshalb kommen auch viele, die hochwertig und ökologisch wohnen wollen: Sebstständige, Chefärzte, Rechtsanwälte. Das Klientel ist insgesamt anspruchsvoller geworden und bereit, mehr Geld zu bezahlen.
Wie viele Fertighäuser aus der FertighausWelt in Heßdorf gibt es denn im Landkreis Erlangen-Höchstadt schon?
Lux: Im Jahr 2008 wurden im Landkreis 335 Baugenehmigungen erteilt, davon 53 in Holzfertigbauweise. das entspricht einem Marktanteil von 15,8 Prozent. 2009 waren es bei 257 Baugenehmigungen schon 57 in Holzfertigbauweise, also ein Marktanteil von 22,2 Prozent. Die Nachfrage steigt also auch in Erlangen-Höchstadt.
Und welcher Stil ist hier in der Gegend besonders gefragt?
Lux: Unsere Firma baut sehr modern und wir merken, dass moderne Architektur gut nachgefragt wird. Man will heute anders wohnen als die Eltern, also zum Beispiel ohne Satteldach. Da hat man leider oft das Problem mit rigiden Bauvorschriften, die dann eben in einem Baugebiet ein Satteldach vorschreiben. Wir würden uns wünschen, dass diese Vorschriften gelockert würden, damit die Leute so bauen können, wie sie sich das vorstellen, und keine Kompromisse eingehen müssen.
