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Neue Räume für den Kindergarten

Hemhofen: Zwei Gruppen werden in die Schule ausgelagert - 09.05.2012 16:17 Uhr

Schon lange wurde über die Enge im Kindergarten debattiert, im Kellergeschoss sollten zusätzliche Gruppen untergebracht werden, im Dachgeschoss oder auch in einem Anbau. Nun, so teilte Bürgermeister Joachim Wersal dem Gemeinderat mit, habe man aber mit der teils leer stehenden Schule eine kostengünstigere Lösung gefunden: Ein Computer- und der Handarbeitsraum im Erdgeschoss der Schule werden umgebaut und kindgerecht hergerichtet. Vorgespräche mit dem Schulamt und der Schulleitung hierzu seien positiv verlaufen. Erfolgen müsse lediglich eine organisatorische Trennung von Schule und den ausgelagerten Kindergartengruppen.

Die Regierung sei damit einverstanden und habe die Bezuschussung zugesagt. So werden 74 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen und eine Einrichtungspauschale von 1200 Euro pro Platz gezahlt. Auf dieser Grundlage errechnete Verwaltungsleiter Horst Lindner einen Gesamtzuschuss in Höhe von 145380 Euro. Auch die nötige energetische Sanierung der Kindertagesstätte werde mit 84900 Euro bezuschusst. Da das Förderprogramm 2013 ausläuft, müssen die Maßnahmen bis dahin abgeschlossen sein.

Die Gemeinde muss also, obwohl es kräftige Zuschüsse gibt, einiges in die Vorschulerziehung investieren. Ab 1. September 2012 benötigt die Gemeinde übrigens 60 Krippenplätze und 150 Kindergartenplätze.

Gebühren steigen

Tiefer in die Tasche greifen müssen auch die Nutzer der Hemhofener Einrichtungen, wie die viele Zuhörer im Sitzungssaal erfuhren. Vor allem müssen die Beiträge für Krippe, Hort, Musikschule und Mittagsbetreuung werden erhöht — schließlich muss auch die Gemeinde im Zuge von Tariferhöhungen (plus 6,5 Prozent) mehr Personalkosten schultern. Die Beitragserhöhungen für die Kindertagesstätte sind nach Stunden der Belegung gestaffelt; generell allerdings ist mit einer Erhöhung der Beiträge um sechs Prozent zu rechnen.

Für die Krippe bedeutet das bei einer Belegung von acht bis neun Stunden eine monatliche Erhöhung von derzeit 283 Euro auf 299 Euro. Für den Kindergarten werden bis jetzt bei der gleichen Stundenanzahl 138 Euro fällig, die neue Gebühr beträgt 146 Euro. Die Beiträge in der Musikschule und für die Mittagsbetreuung steigen ebenfalls um sechs Prozent. Die Beitragserhöhung tritt ab 1. September 2012 in Kraft.

Auf den Weg brachten die Bürgervertreter auch die Änderungen für das Baugebiet „Zobelstein-Nord“, wo die Firma Mauss-Bau ein barrierefreies Mehrgenerationenhaus errichten will. Zustimmung fand ebenfalls der Bau eines Gehweges vom Jugendtreff zur Querungshilfe an der Staatsstraße.  

NIKO SPÖRLEIN

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