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Die Mitglieder des Planungsausschusses hatten sich in ihrer nicht öffentlichen Sitzung mit diesem Thema zu befassen. Bürgermeister German Hacker und Anja Wettstein vom Planungsamt erläuterten in einer Pressekonferenz, dass das Landratsamt um Stellungnahme gebeten habe, ob es fachlich formale Gründe gegen eine kleinere Abstandsfläche gebe.
Aus Sicht der Verwaltung gebe es keine. Gleichwohl, so Hacker, möchte man ein drittes Windrad dort nicht haben, da das rund 190 Meter bis Flügelspitze hohe Bauwerk 200 Meter näher an Zweifelsheim heranrücken würde und dazu noch in der Hauptwindrichtung liege. Da es sich aber um ein privilegiertes Vorhaben handle, habe die Stadt keine Einflussmöglichkeiten, auch wenn sie ihr Einvernehmen nicht gibt. Entscheiden wird das Landratsamt.
Geändert wurde die Baumschutzverordnung, was vom Stadtrat aber noch abgesegnet werden muss. Festgelegt wurde, dass künftig die Nadelbäume aus der Satzung herausfallen, was der inzwischen nach Erlangen gewechselte Alfons Stadler noch ins Rollen gebracht habe. Denn meistens handle es sich dabei um sogenannte „Weihnachtsbäume“, die eigentlich in einem Garten „nichts verloren“ hätten.
Vorgestellt und mit einstimmiger Empfehlung an den Stadtrat verabschiedet wurde auch der Vorentwurf des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet westlich der Bamberger Straße“ inklusive öffentlicher Auslegung.
Rund 6,5 Hektar umfasst dieses „eingeschränkte Gewerbegebiet“, das laut Hacker „sehr hochwertig“ sei. Inzwischen gebe es schon Anfragen von Herzogenauracher Firmen. Wenn alles gut geht, könnte die Erschließung bereits 2013 abgeschlossen sein und dann Ende des Jahres der Baubeginn erfolgen. Die Firsthöhen der Gebäude sollen gestaffelt werden von maximal 15 bis 18 Meter.
Gleiches gilt auch für die Lärmwerte. Unsere Grafik unten zeigt die jeweiligen Dezibelwerte, wobei sich der erste auf den Tag, der zweite auf die Abend- bzw. Nachstunden bezieht. Viel Wert wird laut Hacker und Wettstein auf den Lärmschutz zur Wohnbebauung gelegt. Dazu soll ein dicht begrünter Streifen beitragen. „Die Anwohner müssen sich keine Sorgen machen“, hieß es. Erhalten bleiben auch die Grünflächen und das SC Nord-Areal. Angedacht ist ein weiterer Kreisverkehr.
Auf der Tagesordnung stand auch das Planfeststellungsverfahren zur Rast- und Tankanlage auf der A 3. Weil auf Erlanger Grund nicht realisierbar, entsteht auf Haundorfer Privatgrund eine Erdzwischendeponie, wo der Aushub gelagert wird. Während der Bauzeit entfalte dieser eine Lärmschutzwirkung. Verkehrsmäßig werde der Ortsteil beim Bau nicht tangiert, wurde betont.
