Dienstag, 25.09.2018

|

Oberreichenbach: Brandschaden in sechsstelliger Höhe

Feuerwehr hatte bei Brand mit schwierigen Umständen zu kämpfen - 02.03.2018 17:43 Uhr

Aus der Luft und vom Boden aus wurden die Flammen bekämpft. Drei Stunden lang dauerte der Löscheinsatz, der durch gefrierendes Löschwasser und eisig kalte Windböen erschwert wurde. © Foto: News 5/Schmelzer


Bei acht Grad minus gefror das Löschwasser in Minutenschnelle; ein Feuerwehrmann verletzte sich bei einem Sturz durch die Glätte leicht, konnte aber noch an der Einsatzstelle nach kurzer Untersuchung entlassen werden.

Um 19.53 Uhr ging der Alarm der Integrierten Leitstelle Nürnberg an die Freiwilligen Feuerwehren Oberreichenbach, Herzogenaurach, Münchaurach, Weisendorf und Wilhelmsdorf, den Inspektionsdienst und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung der Landkreises Erlangen-Höchstadt sowie den Fachberater des THW-Ortsverbands Baiersdorf, Notarzt, Rettungsdienst und eine Streife der Polizeiinspektion Herzogenaurach.

Bilderstrecke zum Thema

Feuer in Oberreichenbach: Renoviertes Bauernhaus in Flammen

Ein Brand forderte am Donnerstagabend die Feuerwehren rund um Oberreichenbach. Am Donnerstagabend brach das Feuer aus ungeklärter Ursache in einem renovierten Bauernhaus aus. Verletzt wurde offenbar niemand, der Schaden dürfte jedoch immens sein.


Beim Eintreffen der ersten Kräfte hatte sich bereits ein fortgeschrittener Brand an der Scheune sowie im Dachstuhl über den gesamten Gebäudekomplex hinweg entwickelt. Sämtliche Bewohner hatten das Wohnhaus bereits verlassen und sich unverletzt in Sicherheit bringen können. Unter der Einsatzleitung des Oberreichenbacher Kommandanten Thomas Heisler wurden zwei Einsatzabschnitte zur Brandbekämpfung eingerichtet, um unmittelbar gefährdete Nachbargebäude und -anwesen abzuschirmen. Hier waren Atemschutztrupps mit insgesamt neun C-Rohren vom Boden aus im Einsatz. Die Flammen auf dem Dach wurden von zwei Drehleitern niedergeschlagen.

Nachdem das Feuer nach rund 30 Minuten unter Kontrolle gebracht worden war, standen aufwendige Nachlöscharbeiten am Dachstuhl und dem darunterliegenden Fehlboden an, der allerdings aufgrund der Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden konnte. So musste die noch verbliebenen Dachziegel vom Rettungskorb der Drehleiter sowie aus dem Arbeitskorb eines Teleskopsladers einer örtlichen Firma heraus entfernt werden, um an zahlreiche Glutnester, die im böigen Wind auch immer wieder aufflammten, heranzukommen.

Gerade dieser von einem Feuerwehrmann gesteuerte Teleskoplader mit seinem rund vier Meter breiten Arbeitskorb ermöglichte es, auch an Stellen heranzukommen, die von den Drehleitern nicht erreicht werden konnten.

Aufgrund der niedrigen Temperaturen gefror das Löschwasser sofort auf dem Boden und bildete eine riesige Eisfläche, die umgehend von Einsatzkräften und Mitarbeiter des Gemeindebauhofs abgestreut wurden, um die Rutschgefahr zu minimieren. Auch auf Fahrzeugen, der Einsatzkleidung und auf den Helmen der Feuerwehrleute bildeten sich schnell Eisschichten.

Das kalte Nass sorgte darüber hinaus dafür, dass Atemschutzgeräte so zufroren, dass ein Wechsel der Atemluftflaschen nicht mehr möglich war, und deshalb für die Ablösungen der Einsatzkräfte eine große Zahl von Reservegeräten aus Herzogenaurach herangeführt werden musste.

Das Bayerische Rote Kreuz hatte ein Versorgungszelt aufgestellt, in dem sich die Helfer mit Heißgetränken und Suppe aufwärmen konnten. Gegen 22.30 Uhr waren die Löscharbeiten dann so weit fortgeschritten, dass die überörtlichen Feuerwehrkräfte den Nachhauseweg antreten konnten. Die Feuerwehr Oberreichenbach übernahm anschließend bis zum Morgen die Brandwache, unterstützt vom THW Baiersdorf, dessen Helfer die Einsatzstelle ausleuchteten.

  

nn

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Oberreichenbach