|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Kollegen wie HNO-, Haut-, Kinder- und Zahnärzte überweisen ihre Patienten bei kniffligen Fällen zu Kamm. Denn der Facharzt baut Knochen und Zahnfleisch wieder auf, untersucht auffällige Hautflecken im Mund, setzt Implantate und zieht Zähne. Fürs Bohren oder Zähne füllen ist er nicht zuständig, Kamms Arbeitsalltag besteht aus Operationen.
Einmal die Woche kommt Anästhesist Michael Kratzer in die Klinik und versetzt vor allem Angstpatienten, Kinder, behinderte oder alte Menschen in Dämmerschlaf oder Narkose. So kann Kamm in Ruhe arbeiten.
Um bei heiklen Operationen nicht den Kiefernerv zu verletzen, bedient sich der Oralchirurg einer neuen Technik. Dank der DVT (Digitale Volumentomographie) hat er ein dreidimensionales Röntgenbild vorliegen. Damit kann er exakt ausmessen, wie tief ein Zahn sitzt, wo der Nerv verläuft oder wo ein Implantat seinen neuen Platz erhält.
Im zweiten Schritt erstellt der Arzt eine passgenaue Bohrschablone, um „die Dritten“ einzusetzen — meist ohne Schnitte oder Naht. Im Raum Erlangen-Höchstadt ist Kamms Praxis die einzige, die mit einem DVT-Gerät ausgestattet ist. „Von Vorteil ist auch, dass die Strahlung wesentlich geringer als bei einem CT ausfällt und sich DVT deshalb sehr gut für Kinder eignet“, berichtet Kamm. Bisher zahlt die gesetzliche Krankenkasse die dreidimensionalen Aufnahmen jedoch nicht.
Die Bilder wiederum dienen beispielsweise auch HNO-Ärzten, die daraus Veränderungen in der Kieferhöhle ablesen können. Bisher ist Kamms Team dreiköpfig. „Aber das ist durchaus noch ausbaufähig“, ist Tobias Kamm zuversichtlich.
