|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
In warmen Wintern wie diesem kommt das flockige Weiß aus Schneemaschinen. Damit alles reibungslos funktioniert, steckt hinter den Pulvermachern eine komplizierte Technik. Die elektrische Schaltung dafür liefert seit Herbst die Herzogenauracher Firma Profichip Die Tochterfirma von Vipa verknüpft nicht nur Schneemaschinen miteinander, sondern auch andere industrielle Maschinen, wie Flaschenabfüllanlagen oder Autoproduktionsstraßen, erklärt Lothar Schröttel von Profichip. Das Unternehmen mit 22 Mitarbeiten ist führender Lieferant auf diesem Gebiet.
Doch zurück zu den Schneemaschinen. Die meisten sind ganzjährig fest installiert. Damit sie die weiße Pracht produzieren können, brauchen sie neben bestimmten klimatischen Bedingungen vor allem elektrischen Strom und natürlich ausreichend Wasser. Pumpstationen, ober- und unterirdische Speicherseen und mindestens 1,50 Meter tief verlegte Rohrleitungen sorgen für die Versorgung mit dem kostbaren Nass. Hinzu kommen Stromleitungen und auch Datenkabel, um die einzelnen Anlagen aus der Ferne steuern und kontrollieren zu können.
Im Leitstand werden alle anderen Parameter überwacht, wie etwa Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit, Durchflussmengen der Pumpen, Wassertemperatur und -druck, um beispielsweise Rohrbrüche sofort feststellen zu können. Ein ausgefeiltes Alarmmanagement gehört heute ebenso zum Standard wie die Aufzeichnung von Messwerten und die Überwachung der Einhaltung von Wasserkonzessionen. Der Weltmarktführer für Beschneiungslösungen ist TechnoAlpin mit Sitz in Bozen. Die Firma sorgt unter anderem in Kanada, Russland, Japan, der Ukraine, der Schweiz oder Österreich dafür, dass Pistenliebhaber, auch ohne Schnee von oben, nicht auf ihre Leidenschaft verzichten müssen.
Das Problem war bislang allerdings, dass die verschiedenen Schneemaschinentypen mit unterschiedlicher Technik ausgestattet sind, die nicht miteinander kommunizieren können.
TechnoAlpin suchte deshalb eine Firma, die einen Chip entwirft, damit Schneeanlagen von verschiedenen Herstellern gemeinsam in einem Netzwerk gesteuert werden können. Fündig wurden sie in Herzogenaurach. Vor zwei Jahren begannen die Gespräche zwischen TechnoAlpin und Profichip. Seit diesem Herbst nun werden die Schaltzentralen von Schneeanlagen weltweit mit den elektrischen Steuerungen aus der Aurachstadt bestückt.
„Wir sind zwar von der Mitarbeiterzahl her relativ klein — dadurch aber besonders flexibel für Kundenwünsche und Sonderlösungen“ erklärt Lothar Schröttel, Vertriebsverantwortlicher bei Profichip.
Nicht nur das hiesige Unternehmen freut sich über das Projekt. „Wir sind sehr glücklich über die Zusammenarbeit mit Profichip und werden sicher künftig noch öfter auf das Know-how aus Franken zurück greifen“, sagt auch Gerald Reichegger, Entwickler bei TechnoAlpin.
