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Riesenmoral im Regnitztal

Longhorns wehren sich ohne Tom Simon und Person lange - 11.12. 19:08 Uhr

HERZOGENAURACH  - Doppelt geschwächt, mussten die Basketballer der TSH eine knappe 68:76-Niederlage bei den Regnitztal Baskets in Hirschaid hinnehmen und verpassten damit den Sprung ins gesicherte Mittelfeld der 1. Regionalliga.


Bei den Longhorns fehlte nicht nur Thomas Simon (der allerdings schon nächste Woche wieder an Bord sein könnte) verletzungsbedingt, sondern auch Markus Person, der sich im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Die Oberfranken traten diesmal komplett an – also mit Juniorennationalspieler Johannes Richter und den restlichen in der ProB auflaufenden Spieler.

Daher wurden die Longhorns anfangs von der Intensität der Regnitztaler schlichtweg überrascht. Es war einfach eine schnellere Gangart, als sie normalerweise in der Regionalliga vorherrscht. Die Oberfranken setzten sich früh auf 11:0 ab. Nach einer Auszeit kamen die Gäste besser ins Spiel.

Vor allem der gute Mike Kaiser und der diesmal überragende Michael Finger (fünf Dreier) sorgten für Punkte und in der Defensive wurde auf Zone umgestellt. Mit dieser Verteidigungsvariante konnten sich die Hausherren nicht anfreunden, allerdings dominierten sie den offensiven Rebound - hier wurde „Tom“ Simon schmerzlich vermisst – und kamen so immer wieder trotz schlechter Wurfquote zu Punkten. Bis zur Viertelpause konnte die TSH auf 15:23 verkürzen.

Starke Centerriege

Das zweite Viertel wurde dann von der Regnitztaler Centerriege dominiert. Richter und der sprungstarke Thiemann sicherten sich etliche Offensivrebounds und münzten diese in Körbe um. So punkteten die Hausherren trotz weiterhin schwacher Wurfquote konstant. Die Aurachstädter spielten solide, aber eben nicht gut. Bis zur Halbzeit zogen die Regnitztaler auf 47:33 davon.

In der Pause sammelten sich die Longhorns, heckten einen geschickten Spielplan aus und kamen wie verwandelt aus der Kabine. Fritz Lösel eröffnete das Viertel mit einen spektakulären Drive zum Korb und inspirierte sein Team. Die TSH verkürzte Stück für Stück, was vor allem an der nun deutlich verbesserten Reboundarbeit lag. Nach einem Dreier von Aidin Kabir waren die Longhorns auf acht Punkte dran (41:49) Aber jetzt fingen sich die Gastgeber wieder, zur Viertelpause hieß es 57:46 für Regnitztal.

Beim 63:69 im Schlussviertel beendete Steffen Walde die Träume der Longhorns. Mit schnellen Zügen zum Korb zwang er die Herzogenauracher Defensive immer wieder ihn zu foulen, was direkt zu Freiwürfen führte, die er sicher verwandelte.

Das Trainerduo P. Simon/Plantzas: „Die zweite Halbzeit war sehr stark von uns. Allerdings waren wir in der ersten Halbzeit physisch und psychisch nicht bereit, dem Druck der Regnitztaler standzuhalten. Wir haben uns aber gefangen und die Mannschaft hat Moral bewiesen. Da unser Gegner in der nächsten Woche, Baunach, einen ähnlichen Spielstil pflegt, müssen die Schlüsse aus diesem Spiel direkt auf das Spiel gegen Baunach übertragen werden, damit wir nächste Woche wieder gewinnen."

TSH: Althaus 3, Kaiser 18, F. Simon, Lösel 3, Krempels 1, Dlugosch, Aumeier 10/1 Dreier, Schiele 2, Finger 25/5, Kabir 6/1.

  



psi

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