Sonntag, 24.03.2019

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Sabine Röhrer: "Frauenpower" bei der Polizei Höchstadt

Erste dauerhafte Dienststellenleiterin in Mittelfranken - 15.03.2019 06:57 Uhr

Polizeipräsident Roman Fertinger beglückwünscht Polizeihauptkommissarin Sabine Röhrer zu ihrem Dienstantritt als Leiterin der Polizeiinspektion Höchstadt. © Foto: Eduard Weigert


Sabine Röhrer wurde 1964 in Bad Königshofen geboren, sie ist verheiratet – mit einem Polizeibeamten – und wohnt in Nürnberg. 1987 ist sie mit 23 Jahren in die Polizei eingetreten. "Ich wollte einfach Polizistin sein", erzählt sie. Ihre Arbeit beim Rauschgiftdezernat habe sie "mit Leidenschaft und Hingabe" ausgeübt, sich aber natürlich auch eigene Ziele gesteckt. In verschiedenen Bereichen konnte sie wertvolle Erfahrungen sammeln. So war sie in Bayreuth und in Erlangen stationiert, die letzten fünf Monate war sie Verfügungsgruppenleiterin bei der Polizeiinspektion Herzogenaurach.

Und nun eben Höchstadt. Die 54-jährige Sabine Röhrer ist hier die erste dauerhafte Leiterin einer Polizeiinspektion in Mittelfranken. Dass sie "Polizeibeamtin mit Leib und Seele" sei, sagt Richter Wolfgang Gallasch und hält sie für die "perfekte Dienststellenleiterin". Auch ihr letzter Chef, der Leiter der Polizeiinspektion Herzogenaurach, Wilhelm Wölfel, bescheinigt ihr, dass sie "eine hochmotivierte, leistungsfähige Kollegin mit Verantwortungsgefühl" sei. Sie solle sich Ziele setzen und diese auch erreichen, aber nicht alles machen, was andere von ihr erwarten.

"Ihre Führungsfähigkeiten sind unbestritten", lobt Personalratsvorsitzender Rainer Hirschmann und betont, Dienststellenleitung sei die "Königsklasse" und "kein einfacher Job".

Höchstadts dritte Bürgermeisterin Irene Häusler bringt ihre Freude über die "Frauenpower" zum Ausdruck und freut sich, dass in der Höchstadter Polizei nach zwei Interimsleiter/innen — Christiane Lederer und Stefan Hehn — nun wieder "geordnete Verhältnisse" herrschen. Sie wünscht Sabine Röhrer "ein gutes Händchen für die Stadt Höchstadt und dass die Zusammenarbeit weiterhin so gut läuft".

Röhrers Vorgänger Stefan Hehn, der wieder zurück zur Polizeiinspektion Nürnberg Mitte gewechselt ist, lobt die Höchstadter Beamten. "Ich habe hier eine richtig schöne Zeit gehabt", sagt er. Es sei "eine leistungsstarke, engagierte Dienststelle auf hohem Niveau". Die Aufklärungsquote spreche für sich. Auch das tolle kollegiale Verhältnis untereinander streicht er heraus. Nun freue er sich, dass er die Dienststelle, die ihm ans Herz gewachsen sei, in gute Hände abgeben könne.

Die Laudatio auf Sabine Röher hält Polizeipräsident Roman Fertinger. Auch er hat nur Positives zu sagen. Die Aufgabe sei eine Herausforderung, "aber Sabine Röhrer hat sich mit Engagement bestens dafür qualifiziert". Sie habe in vielen Bereichen hervorragend gearbeitet und Führungskompetenz bewiesen. Fertinger ist sich sicher: "Sie wird auch diese verantwortungsvolle Aufgabe hervorragend meistern." Zum Abschluss betont er: "Es gibt leichtere, aber keine schöneren Jobs."

Röhrer selbst — erstmals in Uniform, wie sie mit einem Augenzwinkern erzählt — bedankt sich in ihren Antrittsworten vor allem für all die Unterstützung, die sie erfahren habe, für die Rückendeckung, für ihren verständnisvollen Partner und für das Glück, immer "mit tollen Kollegen in guten Teams" zusammengearbeitet zu haben. Es sei ihr ein Anliegen, die gute Zusammenarbeit mit allen — Kollegen, Bürgermeistern, Feuerwehren, Rettungsdiensten, Schulen etc. — fortzuführen.  

JEANETTE SEITZ

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