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Sambach: Mosthaus sorgt für frischen Saft

Lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung: Obst- und Gartenbauverein weiht Gebäude ein - 29.08.2017 15:00 Uhr

Pater Stephan weihte das neue Mosthaus in Sambach ein. Ab sofort kann dort Obst angeliefert werden, das dann in der Presse zu Saft verarbeitet wird. © Foto: Niko Spörlein


Die Frauen und Männer um Vorsitzenden Gerhard Lechner ließen den Bau des Funktionshauses auf einem Grundstück der Gemeinde, das dem Verein auf Erbpachtbasis zur Verfügung gestellt wurde, gemächlich angehen und bauten "wie es die Vereinskasse eben zuließ". Anfang 2013, so erzählte Lechner im Beisein von Bürgermeister Hans Beck und dem Bamberger Geistlichen Pater Stephan, habe man im Prinzip mit der Bodenplatte begonnen, nach und nach errichtete man dann den Steinbau auf einer Grundfläche von rund 70 Quadratmetern.

Das Herzstück des neuen Mosthauses ist die Kelterei-Vorrichtung. Eine Obstpresse, so Lechner, hatte der aktuell 127 Mitglieder zählende Verein schon. Mit der Fertigstellung des Mosthauses an ziemlich präsenter Stelle im Dorf kaufte man noch eine Waschanlage und die Zerkleinerungsmaschine. Wenn das Umfeld des schmucken Hauses demnächst noch mit Verbundsteinen befestigt ist, werden Gesamtkosten von ungefähr 60 000 Euro zusammenkommen, schätzte Lechners wichtigste Person im Vorstand, Kassiererin Renate Hofmann.

Sie hält das Geld des Vereins zusammen, um es quasi nach und nach wieder für den Neubau ausgeben zu können. Bei der Einweihung führten Hofmann und Lechner gleich vor, wie aus Äpfeln und ohrenbetäubendem Lärm während des Pressvorgangs köstlicher Apfelsaft wird.

"Wohin bloß mit all dem Obst", sagte der Bürgermeister bei seiner Festansprache; der Obst- und Gartenbauverein habe da zwar ein wenig gebraucht, er habe aber die Lösung gefunden. "Der Verein hat kurzerhand die Antwort darauf gebaut." Obst anliefern könne man nun aus der ganzen Umgebung, was die Hobbygärtner auch schon einige Zeit lang tun, wie Lechner berichtete. Im vergangenen Jahr habe man zwei Tonnen Obst gepresst, wobei man für 35 Liter Saft gut einen Zentner Äpfel benötige.

Die Gemeinde Pommersfelden, fuhr Hans Beck fort, unterstütze ihren Verein natürlich, auch den Obst- und Gartenbauverein, der auf die nachgewiesenen Ausgaben einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent bekomme. Das mache die Gemeinde nicht ganz uneigennützig, schließlich wisse man um das gesellschaftliche und kulturelle Engagement. Beck erinnerte die Festgäste auch daran, dass der Obst- und Gartenbauverein während des Jahres vielfältige Aufgaben übernehme, nicht nur das Ferienprogramm für Kinder gestalte, sondern sich auch um die Schmückung des Dorfes und die Dekoration von Festzelten kümmere.

Gerhard Lechners Appell zum Schluss des ganztägigen Festes mit frisch herausgebackenen Krapfen und fränkischen Spezialitäten am Abend: "Kommt mit euren Äpfeln nach Sambach, wir machen köstliche Sachen daraus." 

NIKO SPÖRLEIN

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