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Sandabbau-Firma verlegt Rohre für die Zukunft

Kieswerk GmbH sorgt vor dem Ausbau der A 3 vor, denn die Vorkommen bei Adelsdorf könnten sich erschöpfen - 28.09.2017 14:00 Uhr

Weil oben auf der Autobahnbrücke ein Ausbau ansteht, wird auch unten schon gewerkelt. Die Sand- und Kieswerk GmbH sorgt für die Zukunft vor. Fotos: Roland Huber © Roland Huber


Eine Sanduhr müsste lange rieseln bis ins Jahr 2024. Carsten Stadelmann denkt als Geschäftsführer bei der Firma A. Roth, Sand- und Kieswerk GmbH, natürlich trotzdem soweit voraus. Denn der Ausbau der A 3 steht an. Das Gremsdorfer Werk der Firma grenzt an die Trasse. "Es sind auch Teile unserer Grundstücke betroffen", sagt der Unternehmer. Ob diese verkauft oder womöglich enteignet werden, ist noch Zukunftsmusik. "Wir möchten auf jeden Fall Stress vermeiden."

Vorkommen geht zur Neige

Die Frage, wie es mit dem Baggersee weitergeht, aus dem die Firma seit 1997 Sand und Kies gewinnt, ist hingegen schon beantwortet. Stadelmann ist darauf vorbereitet, dass sich die Vorkommen dort in den kommenden Jahren erschöpfen werden. Wann genau das auf er 13 bis 14 Hektar großen Fläche der Fall sein wird, darüber möchte er aus Wettbewerbsgründen keine Auskunft geben. Auch über die aktuelle Fördermenge schweigt er lieber.

Aber die Firma hat vorgesorgt. Bis Ende der vergangenen Wochen haben Bauarbeiter zwei Leitungen unter der Autobahn auf die westliche Seite in Richtung Gremsdorf gelegt. "Wir gehen erst rüber, wenn die Adelsdorfer Seite erschöpft ist", sagt Stadelmann. Weil ab dem Jahr 2018 der Ausbau der A 3 ansteht, liefen die Vorbereitungen aber jetzt schon (zum Ausbau siehe gelber Kasten links).

Der jetzige Baggersee im Osten der Autobahn wird rekultiviert, wenn das Vorkommen erschöpft ist und soll als Rückzugsgebiet für verschiedene Tierarten dienen.

Wenn der Abbau westlich der Autobahn beginnt, entsteht dann mit der Zeit eine neue mit Wasser gefüllte Grube.

Ein Saugbagger kann durch die jetzt frisch verlegten Rohre künftig Sand und Kies nach Westen befördern, damit diese auf der dortigen Verarbeitungsanlage landen und das Werk entsprechend weiter genutzt werden kann. 

CLAUDIA FREILINGER

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